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#1

Wenn Gefühle ins Spiel kommen | 02.03.2018 | später Nachmittag | Magnus und Mariella

in Mariella da Silver 19.09.2018 18:19
von Mariella Da Silver | 18 Beiträge

@Magnus Zotter zu Gerhardsbergen
Ich hoffe der Post ist okay. Anfangsposts sind nicht so meine Stärke.




Es war der 2. März und ich hatte zur Abwechslung einmal keine Vorlesungen. Aus diesem Grund hatten Magnus und ich beschlossen uns heute zu treffen. Wir hatten uns jetzt schon länger nicht mehr gesehen und sie vermisste ihn schrecklich. Wobei ich nicht wusste was schlimmer war. Das ich ihn so vermisste oder das es bei mir vorlauter Vorfreude im ganzen Bauch kribbelte. Denn das tat es und verhinderte, dass ich mich auch nur annährend konzentrieren konnte. Anfangs versuchte ich mich noch mit Studienaufgaben abzulenken. Doch als ich für das Lesen der Matheaufgaben länger brauchte als für das Lösen der Aufgaben gab ich es auf und versuchte mich anderweitig abzulenken. Ich begann meine Wohnung Raum für Raum systematisch aufzuräumen. Nach fast sechs Stunden war ich mit jedem einzelnen Zimmer fertig. So sauber sah es bei mir schon lange nicht mehr aus. Es war fast so sauber, dass ich mich selbst nicht mehr wirklich wohlfühlte. Also ging ich zu meinem Kleiderschrank und öffnete ihn. Hinten aus der Ecke zog ich einen großen Umzugskarton hervor. Als ich ihn öffnete kamen mehrere Kissen und Decken zum Vorschein. Diese Sachen hatten meine Eltern damals für mich gekauft. Allerdings war dies nie mein Geschmack gewesen, weswegen sie solange in meinem Schrank verstaut wurden. Wobei ich um ehrlich zu sein der Meinung bin, dass meine Mutter diese Sachen allein ausgesucht hatte. Dad hatte nicht so einen kitschigen Geschmack. Er liebte es lieber clean. So mochte ich es auch am liebsten. Deswegen hingen bei mir nur wenige Bilder in der Wohnung und generell war keine Deko zu finden. Mir war es einfach viel zu umständlich all diese Sachen immer sauberzumachen oder überhaupt sauber zu halten. Ich hatte zudem noch große Probleme eine Pflanze am leben zu halten. Ständig gingen diese ein. Dabei versuchte ich es wirklich. Es ist wie ein Fluch, der mich belegt hatte. Aus diesem Grund hatten sich meine Eltern auch immer geweigert mir ein Haustier zu kaufen. Sie sagten immer, dass wenn ich mich nicht einmal um ein Pflanze kümmern konnte mich auch nicht richtig um ein Haustier kümmern konnte.
Seufzend nahm ich also den Umzugskarton und trug ihn in das Wohnzimmer. Dort verteilte ich die Kissen und Decken. Zugegebenermaßen wirkte es sofort gemütlicher. Dennoch werden sie wohl nicht lange hier liegen bleiben, sondern nachher wieder in den Karton verschwinden. Nachdem ich alles vollbracht hatte, machte ich mich für das Treffen fertig. Schließlich bin ich durch das Aufräumen ordentlich ins schwitzen geraten und wollte Magnus nicht stinkend gegenübertreten.
Frisch geduscht und gestylt sah ich mich im Spiegel an. Nun da ich nichts mehr zutun hatte, stieg die Vorfreude wieder deutlich an. Gott sei Dank hatten sie sich für in zehn Minuten verabredet und meistens kam er immer noch etwas früher. So wunderte ich mich auch gar nicht als es an der Tür klingelte und er mir entgegen strahlte. „Magnus!“ Sofort nahm ich ihn zur Begrüßung in den Arm. „Schön, dass du gekommen bist!“ Kaum merklich zog ich seinen Geruch ein und unterdrückte ein wohliges aufseufzen. Wieso roch er bitteschön so gut? Das war so unfair. Immerhin hatte er dazu noch das gute Aussehen. „Komm doch rein. Dann hört nicht das ganze Haus mit!“ Scherzte ich und löste mich schnell wieder. Immerhin wollte ich nicht, dass er etwas Falsches von mir dachte. Denn wenn ich eines vermeiden wollte dann das unsere Freundschaft wegen meinen dummen Gefühlen zerbrach. Hier blieb mir nämlicher nur er. Ansonsten hatte ich nur ein paar Bekannte aber keine sonderlich engen Freunde. Also trat ich einen Schritt beiseite und ließ ihn in meine intimste Privatsphäre.







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#2

RE: Wenn Gefühle ins Spiel kommen | 02.03.2018 | später Nachmittag | Magnus und Mariella

in Mariella da Silver 20.09.2018 16:17
von Magnus Zotter zu Gerhardsbergen | 49 Beiträge

Ich würde mich selber belügen, wenn ich behaupten würde, ich würde Maria nicht attraktiv finden. Mariella, oder Maria wie ich sie immer nannte war eine gute Freundin von mir und wir hatten uns eigentlich nur kennengelernt, weil sie ihre komplette Tasche ausgeleert hatte und ich sie deswegen ausgelacht hatte. Aber dennoch hatte ich ihr geholfen und irgendwie war das Eis dadurch gebrochen. Es war einer dieser wenigen Tage, an denen sie Zeit hatte und so machten wir uns einen Zeitpunkt aus, an dem wir uns treffen würden. Wir sahen uns sowieso zu wenig. Ich hatte heute sowieso nichts zu tun, denn ich hatte in der Uni nichts zu machen und lernen brachte auch nichts. Ich war gerade dabei mein Doktorrad zu schreiben, aber ich hatte wenig Lust und war meinem Plan sowieso ein wenig vorraus. Zeit nichts zu tun. Nachdem ich frühstücken war, die Einkäufe erledigt hatte und einem schweigendem Aaron über den Weg gelaufen war, der kein Wort sagte, stellte ich mich etwas frustriert unter die Dusche. Zum Glück hatte ich noch Zeit bis ich mich mit Maria treffen würde. Also genoss ich die Dusche und machte noch einen kleinen Abstecher in die Mall um eigentlich nichts zu tun. Also schlenderte ich durch die Mall und hatte schon wieder vergessen, was ich dort eigentlich wollte. Etwas genervt stieg ich wieder in mein Auto und machte mich auf den Weg zu Maria. Mir würde unterwegs bestimmt einfallen, was ich vergessen hatte, dachte ich. Aber dazu kam es nicht. Meine Gedanken waren voll mit den Momenten, an denen ich ihr begegnet war und an denen wir uns getroffen hatten. Es war so, als zog unsere gesamte Freundschaft an mir vorbei.
Ich parkte mein Auto etwas zu knapp am Bordstein und machte einen richtig schönen Kratzer in den rechten Kotflügel... das war absolut nicht mein Tag heute. Genervt dachte ich darüber nach, wie mühsam es sein würde, einen Termin bei der Werkstatt zu bekommen. Wegen diesem blöden Fehler. Zu allem Überfluss bemerkte ich, dass ich kein Kleingeld bei mir hatte, was zur Folge hatte, dass ich einen Strafzettel kassieren würde. Mariella wohnte in einer diesen blöden Straßen, wo noch die alten Münzautomaten zum Parken standen. Und die nahmen weder Scheine noch Kreditkarten. Genervt blickte ich mich kurz um und entdeckte ein neu eröffnetes kleines Café. Ich ging also hinein und kam mit zwei Cappuchinos und zwei Stückchen Torte und etwas Kleingeld wieder heraus. Ich warf die Münzen in den blöden alten Parkautomaten und machte mich auf den Weg zu Marias Wohnung. Kaum war ich dort angekommen und läutete an der Tür, ging diese auch schon auf. Als hätte sie schon davor gestanden, weil sie wusste, dass ich just den Moment anläuten würde. Schmunzelnd betrat ich ihre Wohnung, nachdem sie mir in die Arme fiel. Zugegeben war ich zum ersten Mal bei Mariella zu Hause, das musste wohl daran liegen, dass sie noch nie bei mir gewesen war. Aber mein Zimmer war nicht sonderlich spannend, ich teile mir die Bude mit Aaron und meist war er es, der Leute einlud. Aber ich hatte auch keine Lust auf eine eigene Wohnung, denn so hatte ich jemand der meine unnötigen Einkaufe aufaß bzw hatte ich immer ein Backup, sollte ich vergessen haben, einkaufen zu gehen. Es war eigentlich recht nett, zudem war Aaron mein bester Freund und so sah man sich neben dem Studienstress wenigstens ab und zu.
"Ich hatte kein Kleingeld für den Parkautomaten.", meinte ich lachend als ich die Tüte mit den Torten und dem Kaffe auf einen Ablagekasten stellte und meine Schuhe auszog. "Nett hier...", sagte ich zu Mariella, als ich ihn ihre Wohnung blickte. Generell wirkte die Wohnung sehr kühl und clean, was mir gefiel. Diese Einfachheit war toll. Ich mochte Minimalismus. Klingt zwar wie ein blöder Scherz den sich ein Mann mit sauteuren Autos erlaubte, aber in meinem Zimmer in der Bude war auch kein Kleinkram. Einziges Dekoelement war ein alter, riesiger goldener Spiegel, den ich von meiner Großmutter bekommen hatte mit der Begründung, ich müsste doch immer wissen ob ich gut aussehe. Die Wohnung von Maria war wirklich elegant eingerichtet, obwohl fast nichts drin war. Das war wohl auch der Grund, warum mich das Wohnzimmersofa so verwunderte. Es schrie nach einem langen Filmabend nach einem verregneten Tag mit viel Chips und Eiscreme und Burger vom Lieferservice. Der Rest der Wohnung sah hingegen nach einer Wohnung aus, die ein Schnöselmakler versuchte, für viel Geld zu vermieten.
"Ich freu mich, dass wirs endlich mal geschafft haben."

@Mariella Da Silver


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#3

RE: Wenn Gefühle ins Spiel kommen | 02.03.2018 | später Nachmittag | Magnus und Mariella

in Mariella da Silver 20.09.2018 17:30
von Mariella Da Silver | 18 Beiträge

Als er die Tüte von dem kleinen süßen Café unten an der Straßenecke hoch hob mit der Begründung er hätte kein Kleingeld gehabt musste ich nicht nur schmunzeln. Mir entwich ein amüsiertes Lachen, was für mich die ganze Situation mehr als entspannte. "Ist das nicht irgendwie typisch für dich? Du hast selten das passende Kleingeld bei dir." Während er die Schuhe auszog nahm ich die Tüte in die Hand um sie gleich in die Küche zubringen. "Hättest du was gesagt dann hätte ich dir das Geld auch gegeben. So hättest du nicht extra Kuchen und Kaffee kaufen müssen." Kopfschüttelnd sah ich ihm bei ausziehen der Schuhe zu und musste dabei feststellen, dass sich dabei seine Muskeln immer wieder anspannten. Unter seinem Oberteil kamen diese wie so oft viel zu deutlich hervor. Das Endergebnis war dann immer, dass ich mich zusammen reißen musste ihn nicht anzustarren. Warum war er auch so verdammt attraktiv?
"Danke! Es ist nichts besonderes aber für mich reicht es alle Male." Zufrieden sah ich mich um. Zwar musste ich diese Wohnung nicht selber bezahlen, da dies meine Eltern für mich übernahmen in der Hoffnung ich würde mich so voll Ends auf das Studium konzentrieren, aber dennoch ging ich neben dem Studium in einem kleinen Café kellnern. Ich tat dies nur, weil ich ein ganz normales Leben führen wollte ohne den Neid und den Ruhm meiner Eltern.
Mir entging nach seinem Kommentar zu meiner Wohnung jedoch nicht wie er mein Sofa ansah. "Ja ich weiß, was du denkst. Aber frag mich nicht wieso. Ich hab selber keine Ahnung!" Verlegen sah ich ihn an und fuhr mir mit der freien Hand durch meine Haare um meine Nervosität zu verstecken. Er war schließlich zum ersten Mal hier und ich wollte, dass er sich wohl fühlte. Ich weiß das ist dumm aber ich wollte es unbedingt in der Hoffnung, dass wir hier öfters Zeit zusammen verbrachten. "Ja ich freue mich auch. Wir haben uns total lange nicht mehr gesehen. Ja ich weiß, dass ist meine Schuld aber mich macht die Uni momentan voll fertig. Ständig muss ich irgendwas nach arbeiten, weil ich es nicht richtig verstanden habe während der Vorlesung. Okay das ist auch meine Schuld, weil ich nebenbei immer noch am Laptop arbeite aber trotzdem. Die Vorlesungen sind sonst immer zum Einschlafen. Und dann gehe ich neben den Vorlesungen ja noch arbeiten. Mein Chef ist im Moment echt mies drauf, was ich absolut...ups!" Mitten im Satz hielt ich inne als ich merkte, was ich schon wieder tat. "Tut mir leid...du weißt ja wie ich bin." Eine meiner vielen ätzenden Eigenschaften musste es natürlich sein, dass ich unaufhörlich redete wenn ich aufgeregt war.
Mit dem Kuchen und dem Kaffee bewaffnet ging ich in die Küche, wo ich zwei Teller und zwei Tassen hervorholte. Ich kippte den Kaffee in die Tasse und legte das Gebäck auf die Teller. Anschließend warf ich die Tüte weg und ging erst mit den Tassen ins Wohnzimmer. "Ich denke aus Tassen ist es angenehmer zutrinken als aus den Pappbechern. Ansonst bringe ich dir gerne deinen Becher wieder. Noch hab ich ihn nicht weggeschmissen." Grinsend sah ich ihn an und ging dann zurück in die Küche um den Kuchen zu holen. "Brauchst du noch Milch oder Zucker für den Kaffee? Ach ich hol einfach alles!" Wieder in der Küche zurück kramte ich die Zuckerdose hervor aus den Schränken und nahm aus dem Kühlschrank die angefangene Packung Milch. Zusätzlich suchte ich noch Gabeln und Löffel. Mit den ganzen Sachen ging ich ins Wohnzimmer zurück und stellte alles auf dem niedrigen Wohnzimmertisch ab. "Wenn du noch was brauchst musst du es nur sagen!" Lächelnd ließ ich mich auf das Sofa sinken. Da mich aber die Kissen störten, nahm ich sie kurzerhand in die Hand und verfrachtete sie hinter das Sofa, wo sie mich nicht mehr störten. "Erzähl mal! Was gibt es Neues bei dir?" Ich nutzte die Situation aus und bewunderte seine wunderschönen Augen solange er erzählte und es nicht auffiel.

@Magnus Zotter zu Gerhardsbergen







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#4

RE: Wenn Gefühle ins Spiel kommen | 02.03.2018 | später Nachmittag | Magnus und Mariella

in Mariella da Silver 21.09.2018 11:13
von Magnus Zotter zu Gerhardsbergen | 49 Beiträge

"Ich habe überhaupt nie das passende Kleingeld.", meinte ich ebenfalls lachend. Es war eigentlich wirklich lächerlich das zu erwähnen. Das klag so, als würde ein normaler Arbeiter sagen, ihm Fehle das gewisse Kleingeld für einen neuen Porsche. Aber ich hatte wirklich nie Kleingeld, also in Form von Münzen. Des Öfteren war ich an der Uni daran schon verzweifelt, weil die Getränkeautomaten keine Scheine nahmen. Aber irgendwann wurde eine Studienkarte eingeführt, auf die man Geld buchen konnte und damit den Automaten bezahlen. Der Nachteil war, wenn man diese Karte wo rumliegen ließ und genug Geld drauf war, hatte die ganze Uni kostenlose Getränke...
Ich war mir nicht sicher, ob sie mich anstarrte, als ich meine Schuhe auszog und war etwas verwundert darüber. Oder ich bildete mir das einfach nur ein... keine Ahnung. In letzter Zeit war es sowieso komisch zwischen uns beiden. Kurz überlegte ich, seit wann es so war, und ich meinte mich dunkel erinnern zu können, dass es seit dem wir zusammen im Kino waren, so war. Der Abschied hat nicht so wirklich hingehauen wie sonst immer, es war eine Art Spannung zu spüren gewesen und wir hätten uns fast geküsst. Allerdings hatte ich diese Situation gekonnt auf die Seite geschoben, weil sie ja meine beste Freundin war.
"Nein, ich meine das Ernst, es ist wirklich nett hier. Das Sofa ist nicht so ganz mein Geschmack... ich wusste nicht, dass Dir sowas gefällt?!", meinte ich etwas verwundert zu ihr. Wahrscheinlich gefiel es ihr selber nicht.
"Hör doch auf zu Arbeiten?!", sagte ich dann zu ihr. "Deine Eltern haben Dir diese Wohnung gekauft, Du müsstest nicht arbeiten gehen, wenn Du nicht wollen würdest... also warum arbeitest Du wo, wo Du unglücklich bist? Ich weiß, Du willst ein normales Leben führen, das wollen wir alle, aber Du solltest einen Job haben, der Dich erfüllt und wo keiner mies drauf ist. Dafür ist Deine Zeit zu kostbar - und Du hast davon eh zu wenig.", vielleicht war es einfach ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass wir uns zu selten sahen... oder auch nicht. Ich wusste selber nicht mehr was ich denken sollte, seit dem Abend im Kino.
Als wir uns aufs Sofa setzen fragte sie mich, was es Neues gab. "Nichts Neues, meine Doktorarbeit läuft dahin, mein Vater macht Stress und ich habe keine Ahnung wo ich arbeiten soll, wenn ich dieses Doktorrad hinter mich gebracht habe. Scheiße, ich bin bald 26 Jahre alt und habe einen Doktortitel vor mir aber null Berufserfahrung, außer Nachhilfe... wer stellt so einen Schnösel denn ein?", meinte ich dann lachend. Und irgendwie hatte ich nicht ganz Unrecht. Mehr als Nachhilfe und Immobilienhandel kannte ich nicht. Klar, man machte Praktika und Auslandssemester während dem Studium, aber konnte man ein halbes Jahr als Werksstudent wirklich als Arbeitserfahrung betiteln?
"Und bei Dir so?"

@Mariella Da Silver


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#5

RE: Wenn Gefühle ins Spiel kommen | 02.03.2018 | später Nachmittag | Magnus und Mariella

in Mariella da Silver 30.09.2018 14:24
von Mariella Da Silver | 18 Beiträge

"Das Sofa ist...ein Unfall...ehm...ja!" Verlegen fuhr ich mir durch das Haar und kümmerte mich dann um den Kuchen sowie um den Kaffee. Es dauerte eine Weile bis ich alles aufgetischt hatte und mich setzten konnte. "Ich weiß, dass ich nicht arbeiten müsste, wenn ich es nicht wollte. Mittlerweile ist es Mom und Dad auch schon aufgefallen. Andauernd beschweren sie sich bei jedem Telefonat. Angeblich leiden meine Noten darunter. Wahrscheinlich kann ich deswegen nicht aufhören." Lautlos seufzte ich auf. "Ich weiß das ich davon so wenig hab und am liebsten würde ich sie in Nachmittage wie diese investieren aber das würden meine Eltern nie zu lassen. Du weißt ja, was für sie am wichtigsten ist." Ich fasste seine Aussage als Wink mit dem Zaunpfahl auf. Schließlich waren wir beste Freunde und für mich war es nur selbstverständlich, dass man dann viel Zeit mit einander verbringen möchte. Klar dachte ich auch immer wieder an den Abend im Kino aber für mich war es klar, dass er kein Interesse an mir hatte. Zu mindestens nicht an mehr. Für ihn würde ich immer nur die beste kleine Freundin sein. Warum sonst hätte er den Kuss verhindern sollen? Dabei könnte ich schworen, dass er von dieser knisternden Spannung auch ergriffen gewesen war. Doch wir hatten noch nie darüber gesprochen. Aus all diesen Gründen schob ich die Erinnerungen immer in den Hintergrund, wenn sie wieder auf kamen.
"Ach du bist mal wieder so pessimistisch. Eltern stressen nun einmal. Manchmal denke ich sie bekommen nur Kinder um diese später in den Wahnsinn zu treiben. Des Weiteren sind meine Eltern mehr als nur begeistert von dir. Ständig sagen sie, dass ich mir an dir ein Beispiel nehmen solle und sie dich ja sofort einstellen würden." Ich ahmte meine Eltern nach, wie sie mit ihrem plissierten Tonfall Magnus mal wieder in den Himmel lobten. "Es gibt echt Tage, da bereue ich es tierisch, dass ich dir meine Eltern vorgestellt habe." Ich nahm mir die Kaffeetasse und trank erst einmal zwei drei Schlucke. "Bei mir? Ich gehe zu Vorlesungen, ich gehe arbeiten, zwischen durch gehe etwas Essen und abends gehe ich schlafen. Und wozu? Das weiß ich selber nicht einmal. Mir geht es da so wie dir. Nur das von dir immer alle sofort begeistert sind. Immer wickelst du alle um die kleinen Finger!" Lachend knuffte ich ihn in die Seite, da es der Wahrheit entsprach. Alle weibliche Wesen verliebten sich nahe zu sofort in ihn und die Männer sind stets beeindruckt von ihm. "Und was wollen wir heute machen? Hier bleiben oder heute Abend ins Kino gehen? Wobei...wie viel Zeit hast du eigentlich?"




Tut mir leid für die kürze.
@Magnus Zotter zu Gehardbergen







zuletzt bearbeitet 30.09.2018 14:26 | nach oben

#6

RE: Wenn Gefühle ins Spiel kommen | 02.03.2018 | später Nachmittag | Magnus und Mariella

in Mariella da Silver 30.09.2018 14:26
von Mariella Da Silver | 18 Beiträge
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#7

RE: Wenn Gefühle ins Spiel kommen | 02.03.2018 | später Nachmittag | Magnus und Mariella

in Mariella da Silver 03.10.2018 18:44
von Magnus Zotter zu Gerhardsbergen | 49 Beiträge

"Dass Deine Eltern mich mögen, liegt aber nur daran, weil sie hoffen, dass wir irgendwann heiraten und somit der Finanzplan der Familie für die nächsten Hundert Jahre abgedeckt ist, weil wir irgendwann zehn Enkelkinder haben werden.", sagte ich und zog eine Augenbraue hoch. Man sah mir an, dass ich nicht überzeugt davon war, aber das waren nunmal ihre Eltern. Ihr Vater hatte soetwas in die Richtung zwar nie konkret erwähnt, aber ich konnte mir schon denken, was er mit manchen Aussagen meinte. "Außerdem wissen sie nicht, dass ich mal richtig viel Stress hatte und deshalb im Ausland war.", meinte ich seufzend. "Aber lassen wir das Gerede von unerfüllten Elternwünschen. Eltern sind nie wirklich zufrieden, das liegt in der Natur von Eltern."
Ich trank einen Schluck vom Kaffe und er schmeckte wirklich wie einer. Nicht so grausam wie der Automatenkaffe an der Uni, den man dort für 45 cent bekam. Dafür hatte er aber auch fast das zehnfache gekostet.
Ich schnappte ihre Frage auf und überlegte kurz. "Lass uns hier bleiben, aufs Kino hab ich wenig Lust...", sagte ich dann zu ihr. "Oder wir gehen Billiard spielen, was hälst Du davon? Wir müssen auch nicht ins Verbindungshaus, irgendwo in eine Bar, wir fahren mit dem Taxi, trinken was und spielen Billiard. Das Auto kann ich ja morgen abholen."

@Mariella Da Silver


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