• Herzlich Willkommen in Portland!♡ • Real Life RPG • Szennentrennung • Romanstil • FSK18 • Szenenaufbau: Titel | Datum | Uhrzeit | Mitspieler | Open / Close • Since 27.Februar.2018 - 16:50 uhr •
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Die nächste Zeitumstellung findet voraussichtlich Anfang Dezember statt.

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#1

Helping others is the way we help ourselves | Summer 2015 | Knox Lancaster & Skylar Paige Franklin

in Past Play Archive 13.04.2018 22:16
von Skylar Paige Franklin (gelöscht)
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Summer 2015


Sie wusste gar nicht, wie sie es so weit geschafft hatte. Okay, eigentlich wusste sie es schon. Trampen nannte sich das. Anfänglich wollte sie einfach nur weg von Bismarck. Die Enttäuschung über ihre Eltern war einfach zu gross gewesen. Und je weiter sie gekommen war, desto unwahrscheinlicher war es, dass sie jemals zurück gehen wollte. Sie hatte das Gefühl, dass sie keiner wollte, weswegen sie ihr Leben von nun an selbst in die Hand nehmen wollte und das tat sie. Warum sie ausgerechnet in Portland gelandet war, lag wohl einfach an den LKW Fahrer, welcher nur bis hierher gefahren war. Er meinte, er könnte sie wieder mit zurück nehmen, sollte sie doch wieder zurück wollen. Er würde jede Woche eine Ladung erhalten und er hatte immer dieselbe Route. Sie hatte wohl wirkliches Glück gehabt, nicht an die Falschen geraten zu sein, denn man las ja im Grunde jede Woche, dass hier und da ein Mädchen vergewaltigt und ermordert wurde. Vermutlich brachte sie der Gedanke nicht davon ab, dass selbst das niemanden interessieren würde. Manchmal waren ihre Gedanken einfach düster, aber von diesen konnte man sich leider nicht ernähren. Ein Glück war Sommer und sie musste nicht wirklich frieren, da sie natürlich vollkommen unvorbereitet abgehauen war.

Kaum hatte sie Downtown erreicht, kramte sie in ihrem Rucksack als sie jemanden Hupen hörte und aufblickte. Dass dieser Kerl in diesem fetten Schlitten ausgerechnet sie zu sich winken würde, hatte sie nicht auf dem Radar, aber was hatte sie schon zu verlieren? Immerhin wusste sie gar nicht, was er wollte. Vielleicht hatte er ja ein gutes Herz und wollte nur helfen? Man muss ja nicht immer automatisch von etwas schlechten ausgehen. Sie trat daher an das Auto und der Kerl kam auch direkt auf den Punkt. Er wollte, dass sie für ihn arbeitete und als sie nachbohrte, was für Arbeit dies sein würde, kamen Worte aus seinem Mund, die zwar noch freundlich wirkten, aber der Sinn dahinter ganz klar zu erkennen war. Gewiss würden viele Menschen darauf hereinfallen. Vor allem Frauen, welche absolut verzweifelt waren und wer wusste schon, ob sie das nicht auch bald sein würde, aber noch hatte sie ihren Optimismus, weswegen sie dankend ablehnte. Sie wollte nicht auf den Strich gehen und ihren Körper verkaufen. Dies war zwar auch ein Job, aber dem sah sie sich nicht gewachsen. Sie hatte noch keinerlei Erfahrungen in diesem Bereich gemacht und so sollte es auch bleiben. Sie war nicht heil von Bismarck hierher gekommen, nur um jetzt sich und ihren Körper auf dem Markt zu verkaufen. Nur über ihre Leiche. Da dieser Kerl jedoch schon längere Zeit in diesem Gewerbe tätig war und vermutlich kein nein akzeptierte, wurde sie beim Weggehen, grob am Handgelenk gepackt, weswegen sie instinktiv schon die Wort 'Au, das tut weh' aussprach, dies jedoch in einer Lautstärke, die nicht für alle zu hören war. Durch diesen Ausspruch verstärkte er den Druck um ihr Handgelenk noch etwas und sie blickte ihn an, nur um sich anschliessend umzusehen. Die Leute jedoch schienen sie und diesen Grobian gar nicht wahrzunehmen, weswegen auch niemanden eingreifen würde. Sie versuchte sich erneut loszureisen, aber selbst da liess er sie nicht gehen. "Was soll das? Lassen sie los" Dieses Mal war dieser Ausruf etwas lauter.


zuletzt bearbeitet 13.04.2018 22:29 | nach oben

#2

RE: Helping others is the way we help ourselves | Summer 2015 | Knox Lancaster & Skylar Paige Franklin

in Past Play Archive 24.04.2018 20:32
von Knox Lancaster


| 61 Beiträge

Es war Sommer, ein Garant dafür, dass neue Ausreißer auftauchen würden, zumindest war das die Erfahrung des 15-jährigen und davon besaß er bereits reichlich, schließlich trieb er sich schon einige Jahre lang auf der Straße rum. Allerdings war er heute nicht auf Ausschau nach neuen "Krähennest-Bewohnern" , sondern nach anderer Beute, schließlich wollte Savage seinen Anteil haben. Er war da einfach reingeschlittert, hatte nicht kommen sehen, was passieren würde, wenn er sich auf diesen Typen einließ. Im Grunde genommen hatte er ihn gut manipuliert und damals seine Schwachstelle sofort erkannt und ausgenutzt, so dass er bereits seit fast zweieinhalb Jahren für ihn arbeitete. An diesem Tag hatte Knox gelernt, dass man keine Schwachstellen haben durfte, was ihm bei der Sache mit Savage natürlich nicht mehr weiterhalf, denn dieser vergaß nie. Der Fünfzehnjährige war ihm auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, aber zumindest stand er nun nicht mehr an einer Straßenecke, wenn die Zeit wirklich hart war, denn um gewisse Kids davor zu schützen, selbst dort zu enden, hatte er dies übernommen. Kein Kapitel, an das er sich gerne erinnerte, aber er hatte es mit zusammengebissenen Zähnen über sich ergehen lassen und somit die Mägen der Anderen gefüllt. Seit er für Savage arbeitete, hatte sich das Verhältnis zu den anderen Kids aus dem Krähennest merklich abgekühlt, da ihm auch die Aufgabe zufiel, dort die Abgaben für seinen Boss einzutreiben. Es war kein leichtes Los, doch Knox hatte schnell begriffen, nie wieder Schwäche zu zeigen und aggressiv hatte er ja auch schon vorher oft reagiert, wenn ihm Jemand dumm kam. Trotzdem machte es ihm natürlich, hin und wieder zu schaffen, keinen engen Vertrauten mehr zu haben, Monkey hatte sich gänzlich von ihm abgewandt und somit auch Cat.

Er hatte sich eigentlich gerade ein 'Opfer'  ausgesucht, als seine Aufmerksamkeit auf eine junge Blondine fiel, die eindeutig eine Ausreißerin war, er erhob sich schon halb, als ein Wagen bei ihr anhielt, dessen Fahrer ihm wohlbekannt war. Angewidert spuckte er aus und erhob sich nun endgültig, es war ganz offensichtlich, dass das Mädchen von Tuten und Blasen keine Ahnung hatte, aber er kannte den Zuhälter, auf eine höfliche Absage würde dieser nicht reagieren. Mit schnellen Schritten trat er auf die Szenerie zu und packte seinerseits fest die Hand des Zuhälters am Handgelenk (genau genommen kurz vor der Grenze zu schmerzhaft unangenehm) , mit welcher er das Mädchen festhielt: "Roger, Roger, Roger! Wilderst Du etwa in Savages' Einzugsgebiet?" Natürlich gehörte Savage nicht Downtown, aber die Kids aus dem Krähennest gehörten ihm definitiv und genau das suggerierte er nun dem Zuhälter, den er auf den Tod nicht ausstehen konnte, denn sie hatten bereits bevor Knox für Savage angefangen hatte, zu arbeiten, Bekanntschaft miteinander gemacht. Natürlich lehnte er sich damit für einen gewissen Grad zu weit aus dem Fenster, Roger konnte ihn genauso wenig ausstehen, wie er ihn und sie waren hier in Downtown und nicht in Westend, aber der 15-jährige strahlte dennoch Selbstbewußtsein und Kaltschnäuzigkeit aus. "Bambi hier, gehört eindeutig zu mir und damit zu ihm und Du weißt, wie angepisst er reagiert, wenn man sich an seinem Eigentum zu schaffen macht." Er warf der Blondine einen warnenden Blick zu und hoffte nur, dass sie nun nicht vollkommen naiv reagierte und abstritt, dass sie einander kannten. Roger knirschte mit den Zähnen und Knox verstärkte den Druck nun nochmals, weswegen der Zuhälter fluchte, jedoch dadurch das Handgelenk des Mädchens losließ. Das war das Zeichen für Knox, sich an das Mädchen zu wenden: "Lauf!", zischte er ihr zu, denn vollkommen problemlos würde er aus der Situation nun auch nicht herauskommen, denn Roger war sichtlich angepisst und schon dabei, die Tür mit der anderen Hand aufzustoßen und sie Knox in die Seite zu rammen.





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#3

RE: Helping others is the way we help ourselves | Summer 2015 | Knox Lancaster & Skylar Paige Franklin

in Past Play Archive 04.05.2018 09:32
von Skylar Paige Franklin (gelöscht)
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Die letzten Wochen waren doch ziemlich hart für sie gewesen. Sie hatte eigentlich nur blöffen und niemals von Zuhause abhauen wollen, aber als der erste Schritt getan war und nicht einmal ein Anruf auf ihrem Handy einging, musste sie einsehen, dass sie nur ein Glotz am Bein für ihre Eltern war. Natürlich tat es weh, vor allem, dass man sie und ihre Gefühlslage nicht ernst nah und natürlich war ihr zum Weinen zumute, aber sie wusste auch, dass sie mit verheulten Augen wohl kaum weit kommen würde. Es mochte grausam klingen, aber Amerika war nun einmal dafür bekannt, dass dort enorm viel krankes Zeug herum lungerte und so ein junges Ding wie sie, nicht wirklich geschützt war. Da konnte ihr Blick noch so kalt und gleichgültig sein. Sie war daher froh, es bis nach Portland ohne grössere Zwischenfälle geschafft zu haben, auch wenn ihr die Stadt bisher nicht wirklich zusagte, denn hier schien es nur so vor Polizei zu wimmeln und bereits einmal war sie vor diesen weg gelaufen. Auch musste sie sich erst einmal orientieren und hier einen angenehmen Schlafplatz zu finden, war auch nicht so einfach. Nichts desto trotz, hatte sie beschlossen, hier zu bleiben. Zumindest vorübergehend.

Etwas fertig sah sie schon aus, wie sie fand, hatte sie die letzten Tage keine Möglichkeit wirlich duschen zu gehen. Irgendwie erschien ihr diese Kleinigkeit mittlerweile als eine Art Luxus. Einmal hatte sie sich in einer diese Motels geschlichen. Natürlich ein Zimmer, welches von niemanden bewohnt war, hatte dort geduscht und sich anschliessend vom Acker gemacht, denn sie wollte nicht riskieren, dass man sie erwischte. Sie wollte definitiv nicht mehr zurück zu ihren Eltern, was sie auch veranlasste, ihren Ausweis weg zu werfen, damit sie sich nicht weiter ausweisen konnte. Auch hatte sie sich einen neuen Namen ausgedacht und war ab sofort nur noch Skylar. Meredith hatte sie bereits in North Dakota irgendwo begraben.
Sie musste unbedingt ablegen, so vertrauensselig zu sein, denn fast schon automatisch schritt sie zu diesem Kerl, welcher in einem fetten Auto sass heran, welcher sie sogleich packte. Für gewöhnlich, sollte es keine grosse Sache sein, sich loszureissen und davon zu laufen. Jedoch hatte er sie so fest umklammert, sodass sie sich wohl den Arm gebrochen hätte und auf einen gebrochenen Arm hatte sie keine Lust und konnte sich auch nicht den Arzt zum Schienen leisten, weswegen sie sich hilfesuchend umschaute, aber keiner der umstehenden Leute reagierte. Die meisten erwiderten nicht einmal ihren Blick. Man musste sie wohl für Abschaum halten. Sie war zwar blond gefärbt, aber nicht blöd und konnte erahnen, was für ein Typ sie gerade angesprochen hatte und was er von ihr fordern würde. Vielleicht dachten die umstehenden Leute auch einfach, dass sie bereits zu ihm gehörte und Leute aus dem Milieu konnten über Leichen gehen. Erst als eine Stimme direkt neben ihr ertönte, welche ausgesprochen angenehm war, blickte sie nach links. Dieser junge Mann - sie wusste nicht, wie alt sie ihn schätzen sollte - umklammerte das Handgelenk von Roger, wie wohl dessen Name sein musste und nannte sie Savages Bambi. Natürlich wusste sie nicht, ob sie sich hier nicht in die nächste Scheisse hinein reiten würde, aber irgendwie schien der Typ, der als einziger eingriff, der umgänglichere zu sein, weswegen sie zu nicken anfing. Natürlich konnte auch sie sich täuschen, aber was könnte schon schlimmer sein als Anschaffen zu gehen? Vermutlich einen Mord begehen, aber soweit dachte sie gerade nicht. Als der Kerl sie dann widerwillig losliess und sie die Aufforderung von diesem Kerl, dessen Namen sie nicht einmal kannte, vernahm, zögerte sie keine Minute und lief, blieb aber dann, nachdem sie einen gewissen Abstand zwischen diesem Roger und sich gebracht hatte, stehen, um die Situation zu beobachten. Sie war dem Kerl, der als einziger eingeschritten ist, enorm dankbar.


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#4

RE: Helping others is the way we help ourselves | Summer 2015 | Knox Lancaster & Skylar Paige Franklin

in Past Play Archive 21.05.2018 22:38
von Knox Lancaster


| 61 Beiträge

Glücklicherweise reagierte das Bambi so, wie er es sich erhofft hatte, stellte ihn nicht durch eine unbedachte Äußerung bloß und nahm die Beine in die Hand, als er es ihr zuzischte. Da er jedoch so darauf fokussiert gewesen war, darauf zu achten, dass sie auch wirklich 'den Absprung'  schaffte, fehlten ihm die paar Sekunden Aufmerksamkeit, so dass er zwar gerade noch Rogers' Hand losließ, bevor dieser ihm mit Öffnen der Tür mindestens ein paar Finger brechen konnte, dafür rammte er ihm aber die Fahrertür mit Wucht in die Seite, so dass dem 15-jährigen ein leises Ächzen entfuhr und er ein paar Schritte zurücktaumelte. Roger war groß und nicht gerade schmächtig gebaut und er war wütend, das erkannte man sogar, ohne ihn kennen zu müssen. Doch Knox hatte sich schnell gefangen und richtete sich wieder auf, die Muskeln angespannt und fixierte den Älteren mit funkelndem Blick. Das würde ein paar hübsche Hämatome geben, aber zumindest hatte er nicht das Gefühl, dass er sich ein paar Rippen oder dergleichen angeknackst hatte. Unwillkürlich ballten sich seine Hände zu Fäusten, trotzdem legte er es nicht darauf an, sich mit Roger nun zu prügeln, vor Allem, weil er davon ausging, dass dieser sicherlich bewaffnet war. "Halt Dich einfach von ihr fern!", zischte er Roger entgegen und wartete nicht darauf, dass dieser den ersten Schritt machte, denn dessen Hand glitt schon gefährlich nah an seinen Hosenbund heran, um vermutlich eine Waffe aus diesem zu ziehen, so dass Knox vorstürmte und Roger eine harte Rechte verpasste, bevor er die Beine in die Hand nahm und davonstürmte.

Er brauchte sich nicht umzudrehen, um zu wissen, dass er Roger nur für einen Moment aufgehalten hatte, aber dieser würde sicherlich nicht seine heißgeliebte Karre einfach stehen lassen, um ihn zu verfolgen oder wild durch die Menge schießen, dennoch wollte er so schnell als möglich hier weg, um einen Fluch auszustoßen, als er das Bambi sah, das zwar abgehauen war, aber jetzt dumm in der Gegend rumstand und ihm entgegen blickte. Ohne anzuhalten griff er im Vorbeirennen nach ihrer Hand und zog sie mit sich: "Lauf, diesmal aber wirklich!" Er blieb nicht einmal stehen, als sie kurz ins Stolpern geriet, sondern zog sie in die Fußgängerzone rein, wo Roger mit seiner Karre nicht hinterherkam. Knox kannte sich hier aus und dirigierte sie durch die schmalen Gassen der Altstadt, aber er wußte genau, dass auch Roger sich auskannte, so dass er in Sekundenschnelle entscheiden musste, wohin er mit ihr rennen sollte. Das Ground Controll kam nicht infrage, dort würde Roger sie wohl als Erstes vermuten, außerdem würde er sicherlich ein paar seiner Leute losschicken, damit sie dort Ausschau nach ihnen hielten, weswegen er den Weg dorthin mied. Ebenso die South Park Blocks, dort trieben sich einige seiner Nutten rum und diese würden Roger sicherlich benachrichtigen, denn sie wollten sicherlich dem Ärger mit ihrem Zuhälter aus dem Weg gehen. Also drängte er sie schließlich in eine Starbucks-Filliale, wo er sie in eine der hintersten Ecken in eine Nische zog, um erstmal wieder zu Atem zu kommen und zu überlegen, was der nächste Schritt sein sollte. Am Besten wäre es, wenn sie den Bus nach Westend nehmen würden, dort wären sie in seinem Revier und er kannte sich noch besser aus und Roger würde es sich definitiv nicht erlauben, sie dort anzugreifen, zumindest hoffte er es. Denn Savage wäre sicherlich nicht erfreut darüber, wenn der Zuhälter nun tatsächlich in seinem Revier wilderte, allerdings war dieser sicherlich auch nicht darüber erfreut, zu erfahren, dass Knox sich mit ihm in Downtown angelegt hatte.

Sein Atem ging schnell, als er sich zu ihr in die Nische setzte, jedoch so, dass er immer wieder einen unauffälligen Blick zum Eingang werfen konnte, zum Glück war das Starbucks gut besucht. Schließlich wandte er der Blondine seinen Blick zu und musterte sie kurz: "Alles okay bei Dir?" Sie war hübsch und jung, sie sah zwar etwas mitgenommen aus, hatte aber noch nicht diesen typischen, harten Zug in ihrer Mimik, den man automatisch bekam, wenn man lange auf der Straße lebte, weswegen er tippte, dass sie noch nicht so lange auf Trebe war. "Ich bin Knox und Du?"





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#5

RE: Helping others is the way we help ourselves | Summer 2015 | Knox Lancaster & Skylar Paige Franklin

in Past Play Archive 26.05.2018 15:07
von Skylar Paige Franklin (gelöscht)
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Sie wäre ja auch schön blöd gewesen, hätte sie in der Hinsicht nicht mitgespielt. Mit Sicherheit war sie von Zuhause nicht abgehauen, um nun anschaffen zu gehen. In diesem Etablissement würde sie zwar Aufmerksamkeit erhalten, aber es war trotzdem nicht die erhoffte oder gewünschte Aufmerksamkeit und auch nicht ihr Ziel gewesen, Männern eine schöne Zeit zu bereiten. Sie hätte einfach nicht auf diesen Mann zugehen sollen oder dürfen. Jedoch war sie noch nicht lange genug auf der Strasse, um zu kapieren, dass nicht jeder immer gutes von ihr wollte. Auf ihren Weg hierher, war sie nur freundlichen Personen begegnet, die ihr mehr als nur ein bisschen entgegen kamen und welche es nicht nur auf ihren Körper abgesehen hatten. Was sie sich jedoch dabei gedacht hatte, auf diesen schmierigen Typen zuzugehen, welcher schon das volle Klischee eines Zuhälters erfüllte, wusste sie nicht wirklich. Sie nahm ihre Füsse zwar in die Hände, aber blickte sich trotzdem einmal nach ihm um, denn sie wollte nicht wirklich, dass der junge Mann in ernste Schwierigkeiten geriet, auch wenn das Gespräch zwischen den beiden, sicherlich auch nicht das Wahre war. Wer zum Teufel war denn Savage? Noch während sie am Überlegen war, blieb sie einfach stehen. Sie dachte nicht wirklich, dass dieser Kerl ihr nachlaufen würde und sie war ohnehin in einem Bereich, der von Menschen durchaus gut gefüllt war. Sie zählte ja schon zu den unscheinbareren Mädchen, hatte sie kein Geld für Kosmetik oder anderes ausgefallenes Zeug.

Natürlich war sie auch nicht gerade die Sportlichkeit in Person und ihr fehlte letztlich doch etwas die Ausdauer, aber als sie da so verträumt in der Gegend herumstand, weil sie einfach der Auffassung war, dass ohnehin nichts mehr passieren konnte - in einer Menschenmenge würde er sich gewiss nicht an ihr vergehen oder? - kam auch schon der junge Mann auf sie zugerannt. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass dieser nach ihrer Hand packen und sie mitziehen würde, aber sie liess es zu, nahm erneut ihre Beine in die Hand und versuchte mit ihm Schritt zu halten. Das war gar nicht so einfach, hatte sie nun einmal wesentlich kürzere Beine und ebenso schien er den Eindruck zu erwecken, dass er nicht das erste Mal weglaufen musste. Sie versuchte daher seiner Aufforderung, diesmal wirklich zu laufen, nachzukommen, sogar als sie fast stolperte, fing sie sich wieder und konnte mit ihm Schritt halten. Jedoch war sie froh sehr froh als die Rennerei ein Ende fand und er sie in eine Starbucks Filiale zog. Hier roch es so unendlich gut nach Kaffee, sodass sie förmlich Lust darauf bekam und das obwohl sie noch nie wirklich Kaffee getrunken hatte. Ihre Mutter sagte früher immer, dass Kaffee den Wachstum stoppen würde. Natürlich wusste sie, dass dies Blödsinn war, aber als 8-Jährige, wenn man mal etwas probieren wollte, konnte das schon eine gewisse Wirkung haben. Als er sie auch noch in eine freie Nische zog, setzte sie sich erst einmal und versuchte tief durchzuatmen. Es war ziemlich anstrengend und sie definitiv nicht in Hochform, weswegen sie im ersten Moment auch nichts zu Knox sagte. Mustern tat sie ihn jedoch schon. Er sah nett aus, aber auf andere Art und Weise. Irgendwie sah man ihm auch etwas an, dass er kein einfaches Leben hatte und bereits einiges durchmachen musste, was ihr ziemlich leid tat. Sie wusste zwar, dass Mitleid das Letzte war, was jemand wollte und sie liess es ja auch nicht nach aussen dringen, aber gewiss würde ihm eine kleine Umarmung auch nicht schlecht tun.

Da er noch einen Blick auf die Türe hatte, bemerkte er mit Sicherheit nicht, wie sie ihn musterte. Erst als er sich zu ihr in die Nische setzte, blickte sie ihm erneut ins Gesicht. Er machte sich wirklich Sorgen, wie es schien, was gewiss auch daran lag, dass er die Person kannte und dieser offenbar alles zuzutrauen war. Jedoch verstand sie nicht ganz, ob es dabei wirklich nur um sie ging oder ob es einfach eine offene Rivalität zwischen ihm und diesen Roger ging. Sie war gerade im Gedanken als er sie ansprach. Seine angenehme, aber doch etwas raue Stimme brachte sie wieder in die Gegenwart zurück. Sie fing an zu nicken, ehe sie eigene Worte für ihr Befinden, wählte. "Ja, alles in Ordnung. Danke." Sie fand schon, dass sie sich für seinen Einsatz bedanken musste. Immerhin war er der einzige gewesen, der ihr zur Hilfe geeilt war, während alle anderen nur blöd herumgestanden waren oder mit Scheuklappen auf den Augen an ihnen vorbeigelaufen war. Sie wollte sich im ersten Moment als Meredith vorstellen, aber sie erinnerte sich daran, dass sie sich einen neuen Namen ausgedacht hatte. "Skylar.", kam es dann über ihre Lippen und sie reichte ihm die Hand und lächelte ihm zu allem Überfluss auch noch zu.


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#6

RE: Helping others is the way we help ourselves | Summer 2015 | Knox Lancaster & Skylar Paige Franklin

in Past Play Archive 07.06.2018 21:02
von Knox Lancaster


| 61 Beiträge

Er hatte ihr auf den Weg in die Starbucks-Filliale keine Ruhe gegönnt, so dass sie Beide letztendlich doch etwas außer Atem waren, doch Knox war es immerhin gewohnt, dass er hin und wieder die Beine in die Hand nehmen musste, weshalb sich sein Atem wesentlich schneller beruhigte als ihrer. Sportlich würde man ihn zwar vermutlich auch nicht wirklich nennen, denn er betrieb keinen Sport im Sinne der eigentlichen Bedeutung, sein Sport bestand eher aus der Flucht, wenn es nötig wurde.

"Skylar!", wiederholte er ihren Namen etwas leiser und langsamer, als müsste er austesten, wie er klang und ob er zu ihr passte, ein kurzes, angedeutetes Lächeln huschte über seine Lippen. "Hübscher Name, aber ich denke, ich bleibe bei Bambi!", er zwinkerte ihr zu und warf dann wieder einen Blick zur Eingangstür. "Du bist noch nicht lange unterwegs, mhm? Grad in Portland gestrandet?", es war natürlich ein Schuß ins Blaue, doch wenn man es realistisch betrachtete, hätte er sie bestimmt schon früher irgendwo bemerkt, wenn sie aus der Stadt stammen würde, außerdem sprach sie nicht im üblichen Slang. Ihre Aussprache war ... 'feiner' , wenn er tippen müsste, würde er behaupten, sie war in einer besseren Gegend aufgewachsen als er, was jedoch nicht wirkliclh unbedingt schwer war. Knox wandte den Blick wieder zu ihr und in seine Augen schlich sich ein schelmischer Ausdruck, den er wohl selten Jemanden sehen ließ. Gerade wollte er ihr den Rat geben, dass es besser war, wenn nicht zu viele den richtigen Namen wußten, als ihm bewußt wurde, dass er sich selbst nicht mit Thug (wie eigentlich üblich)  vorgestellt hatte. Er hatte keine Ahnung, weshalb ihm das passiert war, normalerweise mußte er nicht einmal darüber nachdenken und trotzdem gab er ihr diesen Rat. "Es ist besser, wenn man Dich nicht unter Deinem richtigen Namen auf der Straße kennt. Falls die Bullen mal wen aufgreifen und Jemand verpfeift Dich oder hängt Dich hin, haben sie es ungleich schwerer mit einem Straßennamen. Da kannst Du am Ende immer noch behaupten, dass Du das nicht bist."

Wieder folgte der Blick zur Tür und ein leises Zischen, das man durchaus als 'Fuck!'  interpetrieren konnte, kam über seine Lippen. Er rückte näher an sie heran und deutete ihr an, sich zu ducken. "Egal, was gleich passiert, Du bleibst unten und gibst keinen Mucks von Dir!", murmelte er ihr zu, während sein Körper sich leicht anspannte. Er wandte sich ihr zu und wie von selbst legte sich sein Arm über sie, als sie sich duckte, womit er ihr noch mehr Deckung gab. Mit Argusaugen verfolgte er offensichtlich die Bewegungen einer Person, was sie nun nicht wirklich mitbekam, um sich dann nach ein paar Minuten wieder etwas zu entspannen und den Arm von ihr zu nehmen. "Wir haben doch noch eine kurze Atempause, wie es aussieht.", womit er ihr wohl gleichzeitig sagte, dass sie sich wieder richtig hinsetzen konnte. Es war pures Glück gewesen, dass sie noch nicht entdeckt worden waren, da sich just in dem Moment, als sich die suchenden Blicke in ihre Richtung wandten, eine Truppe von Schülern zwischen sie schob, die das Starbucks betreten hatte.




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#7

RE: Helping others is the way we help ourselves | Summer 2015 | Knox Lancaster & Skylar Paige Franklin

in Past Play Archive 10.06.2018 14:55
von Skylar Paige Franklin (gelöscht)
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Sie war ziemlich aus der Puste, gehörte sie definitiv nicht zu den Sportlichsten, wenn auch sie sich auch niemals vor der Sportstunde gedrückt hatte. Ihre Ausdauer könnte dennoch besser sein, was ihr nun wieder einmal bewusst geworden ist. Er hingegen, schien zwar auch ein paar Mal nach Luft zu schnappen, aber hatte seine Atmung wesentlich schneller wieder im Griff als sie selbst.

Als er ihren Namen wiederholte, blickte sie ihn argwöhnisch an. Sie war es noch nicht gewohnt, sich so zu nennen und man konnte ja nie wissen, ob er nicht doch dahinter kam, weil sie gezögert hatte, ihm ihren Namen zu nennen. Als er ihr jedoch ein Kompliment machte, fing sie an zu lächeln, auch wenn er ihr bereits jetzt zu verstehen gab, dass er sie nicht Skylar, sondern Bambi nennen würde. Wie sie sein Zwinkern nun verstehen soll, war ihr auch ein Rätsel. Versuchte er gerade mit ihr zu flirten? Vermutlich nicht. Da er dann mit der Fragerunde begann - zumindest kam es ihr so vor - blickte sie ihn unverblümt an. Er hatte Ecken und Kanten und glich den Jungs aus ihrer ehemaligen Schule so gar nicht, was ihn in ihren Augen schon wieder interessant werden liess. "Nee, erst ein paar Wochen und ja, gerade erst in Portland angekommen." Wie sie hierher gekommen war, konnte sie gar nicht mehr greifen. Sie war zu einigen Leuten ins Auto gestiegen und es war ihr bisher nichts geschehen. Wichtig war ihr vor allem, dass einige Kilometer zwischen ihr und ihren Eltern lagen, denn sie wollte definitiv nicht mehr zurück zu ihnen. Den Ausdruck in seinen Augen, konnte sie in ihren jungen Jahren nicht wirklich deuten, aber sein Rat klang logisch, war sie in anderen Städten bereits zu einer Diebin geworden. Von Luft liess es sich nun einmal schwer leben. "War Knox dann nun dein richtiger Name oder dein Strassenname?", erkundigte sie sich dann kurz darauf, lächelte ihn erneut an und gab dann bekannt, dass sie sich dann Bambi nennen würde. Es musste ja kein echter Name sein, oder? "Klingt irgendwie logisch. Kommst du denn von hier?" Ja sie stellte nun wie auch er, diverse Fragen. Vielleicht lag es auch daran, dass seit Wochen er der erste in ihrem Alter war, mit dem sie redete. Die Leute, die sie mitgenommen hatten, waren zwar alle anständig und ihr war nichts passiert, aber natürlich konnte sie sich die ganze Strecke über anhören, dass Weglaufen keine Lösung wäre und das man über alles reden konnte. Wie denn, wenn einem nicht mal zugehört wurde? Sie hatte für sich die einzig richtige Entscheidung getroffen, auch, wenn sie wusste, das sie nicht ewig so leben konnte.

Als dann plötzlich ein Zischen an ihr Ohr drang und er näher an sie heranrutschte und sie dazu aufforderte, sich zu ducken, tat sie was er gesagt hatte. Sie nickte dann noch kurz, das sie verstanden hatte und gab keinen Ton von sich. Warum er sich so schützend um sie kümmerte, wusste sie nicht, aber sie war wirklich dankbar, dass er ihr geholfen hatte, denn als Prostituierte wollte sie wahrlich nicht enden. Als er auch noch seinen Arm um sie legte, fragte sie sich, ob sie erst einen wildfremden Menschen begegnen musste, um zumindest etwas von der Geborgenheit oder gar Fürsorge zu erfahren, was eigentlich die Aufgabe ihrer Eltern gewesen wäre. Es war komisch, aber sie fühlte sich bei ihm sicher und ob das nur daran lag, weil er sich für sie mit dem Zuhälter angelegt hat? Das konnte sie selbst nicht wirklich beantworten. Als er ihr sagte, dass sie noch etwas Atempause hatte, setzte sie sich wieder normal hin und blickte ihm erneut in seine Augen. "Warum hast du mir geholfen?", fragte sie dann direkt an. Es konnte ja durchaus sein, dass es ihr bei ihm noch viel schlimmer erging. Immerhin hatte sie schon dutzende Filme gesehen und wusste, dass man eher in den Sumpf gezogen wurde als dass das Leben wie bei Pretty Woman endete. Einmal in dem Sumpf gefangen, war es nur sehr schwer wieder dort raus zu kommen.


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#8

RE: Helping others is the way we help ourselves | Summer 2015 | Knox Lancaster & Skylar Paige Franklin

in Past Play Archive 18.06.2018 20:02
von Knox Lancaster


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Als sie ihm erzählte, dass sie erst ein paar Wochen unterwegs war, nickte er leicht: "Das merkt man, Du bist viel zu vertrauensselig. Hier laufen eine Menge schräger Typen rum, die so hübsche Mädchen wie Dich eincashen wollen." Als sie sich erkundigte, ob er ihr nun seinen echten oder seinen Straßennamen genannt hatte, lächelte er schief und fuhr sich mit einer Hand durch die Haare, während er wieder etwas von ihr abrückte. "Du lachst mich jetzt bestimmt aus, aber es war mein echter Name. Ist ein gälischer Name und bedeutet wohl 'Mann vom kleinen Hügel' ", er zuckte leicht mit den Schultern, vermutlich wollte er ihr einfach nicht direkt seinen Straßennamen nennen, denn sie würde alsbald die Gerüchte hören, die über ihn im Umlauf war und aus irgendeinem Grund, wollte er nicht, dass sie ihn direkt verurteilte. Woher er die Namensbedeutung kannte? Sicherlich nicht, weil er sich selbst dafür interessiert hatte, aber Savage hatte manchmal offensichtlich so einen Tick, bestimmte Dinge nachzuschlagen, außerdem redete er häufig in Rätseln und irgendwelchen Zitaten. Knox hatte sich daran gewöhnt, auch wenn er manchmal nicht verstand, was sein Boss meinte, aber das war egal, so lange er die Dinge, die der Fünfzehnjährige für ihn erledigen sollte, einfach klar aussprach. "Ja, ich komm von hier.", beantwortete er ihre Frage und fragte sich selbst schon gedanklich, weshalb er heute so redselig war. Das war schließlich ziemlich untypisch für ihn, selbst wenn er neue Ausreißer aufgriff; meist schleppte er sie einfach ins Krähennest und machte ihnen nachdrücklich die Regeln klar, an die sie sich von nun an zu halten hatten, notfalls auch mit Gewalt 'untermalt' .

Abermals wanderte sein Blick über die Leute im Starbucks und zur Eingangstür, aber Rogers' Spion hatte sich schon wieder verkrümelt und war auf der Suche nach ihnen weitergezogen. Er atmete beinahe lautlos auf und wandte den Blick wieder zu ihr, als sie schon die Frage aller Fragen stellte und von ihm wieder nur ein Schulterzucken erntete. "Ich kann Roger nicht ab, er ist ein Arsch und wir haben ne Vergangenheit, außerdem hast Du Hilfe gebraucht, wir Straßenkids müssen doch zusammenhalten." Er hielt ihr eine ganz andere Ansprache als den Anderen sonst, aber irgendwie fühlte es sich richtig an, was ihn selbst wohl am Meisten überraschte. Wenn ihn die anderen Kids aus dem Krähennest so erleben würden, würden sie sich vermutlich fragen, ob Knox eins auf den Schädel bekommen hatte. "Jeder kann mal Hlfe gebrauchen und Du sicherlich auch einen Platz, wo Du bleiben kannst, ohne ständig mit halben Auge wach zu liegen. Hast Du Hunger?", ihm selbst knurrte der Magen und irgendwie wünschte er sich, er wäre mit ihr eher in ein Burger King oder so geflohen, denn hier im Starbucks gab es nur Cookies und Donuts, aber auch das würde den ersten Hunger zur Not stillen. "Hör zu, ich weiß, das klingt Alles viel zu gut, um wahr zu sein und mein Rat wäre, dass Du Jedem mißtraust. Die Straße ist ein hartes Pflaster, da heißt es 'Fressen oder gefressen werden!' . Aber Fakt ist, dass ich im Moment Deine beste Option bin, wenn Du nicht von einem Zuhälter gecasht werden willst. Es gibt da einen Ort, das Krähennest, dort wohn ich, keine Zuhälter und wir sind relativ sicher. Klar gibt es dort auch Regeln und ja, irgendwie verkaufst Du Deine Seele auch. An einen Typen, den man Savage nennt, er ist der King vom Westend und er will eine Provision dafür, dass man unter seinem Schutz steht, aber er zwingt Niemanden dafür, sich zu prostituieren!" Natürlich taten das trotzdem einige der Kids, weil sie einfach nicht gut genug im Stehlen oder Einbrechen waren, aber das musste er ihr ja nun nicht gerade jetzt auf die Nase binden. "Und wenn Du willst, stehst Du dort auch unter meinem Schutz, ich helfe Dir, Dich einzugewöhnen. Wenn Du nicht bleiben willst, steht es Dir jederzeit frei, zu gehen!"




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#9

RE: Helping others is the way we help ourselves | Summer 2015 | Knox Lancaster & Skylar Paige Franklin

in Past Play Archive 01.07.2018 14:36
von Skylar Paige Franklin (gelöscht)
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Hatte er sie gerade hübsch genannt? Das war sie definitiv nicht gewohnt und fast färbten sich ihre Wangen rosa. "Bin ich das? Willst du mich auch eincashen?", fragte sie dann direkt in ihrer unbeholfenen Art, denn sie hatte nicht mal wirklich Ahnung, dass man dies so nannte. Man lernte eben nie aus und da er ihr ja doch so wundervolle Tipps gab, stellte sie natürlich auch die ein oder andere Frage. Sein Lächeln war wirklicih toll, weswegen sie ihm zurück lächelte als er ihr tatsächlich eine Antwort gab. Sie konnte nicht anders und kurz kichern. "Ich lache dich nicht aus. Ich habe den Namen Knox noch nie gehört. Wie lautet denn dann dein Strassenname?" Sie war neugierig auf iihn, hatte er ihr nicht nur geholfen, sondern war auch ausgesprochen nett zu ihr und hatte ihr sogar ein Kompliment gemacht. "Warum weisst du die Bedeutung deines Namens?" Sie wusste zwar auch die Bedeutung ihres echten Namens Meredith , aber ihren neuen Namen, hatte sie nicht extra gegooglet. War auch schwierig ohne Handy und Internet. Ehrlich gesagt, dachte sie, dass es ihr viel mehr felen würde, aber dem war nicht so. Sie nickte, denn im Grunde wollte sie noch viel mehr über ihn wissen, hielt sich jedoch zurück, da sie sich ihre Geschichte noch nicht ganz ausgedacht hatte. Natürlich ging sie nicht davon aus, dass Knox nun ein Spitzel der Polizei war und sie ausliefern würde, denn dafür hatte er viel zu viel Einsatz vorhin erbracht, aber sie musste sich ihre Story auch genaustens merken, denn auch, wenn das Leben auf der Strasse nicht sonderlich einfach war - eigentlich gar nicht - wollte sie nicht zurück zu ihren Eltern. Vermutlich würden viele glauben, dass sie sie nicht mehr alle hatte, denn wer lief denn schon von Zuhause weg, nur weil man nicht die volle Aufmerksamkeit seiner Eltern bekam? Eigentlich war es eine Trotzreaktion, welche dann einfach weiterlief und da man bisher noch nichts unternommen hatte, um sie zu finden, hielt sie es für bessern, nie wieder dorhin zurück zu gehen. Ob sie hier in Portlan bleiben würde? Man wird es sehen, denn im Grunde gefiel ihr die Stadt durchaus gut. Diese war erfrischend lebendig und strahlte so etwas wie Toleranz bereits aus.

Ihre Frage war direkt, aber es interessierte sie einfach. Immerhin hatte sich sonst niemand für sie eingesetzt und sie wollte definitiv nicht als Nutte in Downtown enden. Sie hatte genügend Filme gesehen, um zu wissen, dass man bei einem Arrangement mit einem Zuhälter, nie wieder wirklich rauskam. Auch hatte sie nicht vor, ihren Körper zu verkaufen, hatte sie ja noch keinerlei Erfahrung in diesen Bereich. Ein Lächeln folgte nach seiner Erklärung. Ganz unbewusst, legte sie kurz ihre Hand auf seine, drückte sie und bedankte sich erneut. Seine nächste Frage, brachte sie dazu, zu nicken. Sie hatte die letzten Tage kaum etwas zwischen die Zähne bekommen und ihren Magen verboten, irgenwelche Geräusche zu machen. "Eigentlich habe ich Bärenhunger.", gestand sie Knox daraufhin. Seine nächste Ansprache, brachte sie zum Nachdenken. Die letzten Tage waren wirklich nicht so pralle, aber sollte sie wirklich mit ihm mitgehen? Das er es nicht wirklich auf ihre Jungfräulichkeit oder ihren Körper abgesehen hatte, machte er deutlich. Vielleicht war es ihre Naivität oder gar die Tatsache, dass Knox so freundlich zu ihr war und ihr den Hintern gerettet hatte, aber sie willigte ein. "Ich werde es mir anschauen." Sie würde unter seinen Schutz stehen. Etwas Romantischeres hatte sie wohl noch nie gehört. Soweit war sie nun schon gesunken. "Denkst du, wir sind noch in Gefahr?" Die Blicke der Thekendame enting ihr nicht und es war ihr irgendwie unangenehm, dass sie nur hier sassen und nichs tranken oder assen.


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#10

RE: Helping others is the way we help ourselves | Summer 2015 | Knox Lancaster & Skylar Paige Franklin

in Past Play Archive 09.07.2018 20:58
von Knox Lancaster


| 61 Beiträge

Knox legte den Kopf leicht schief und betrachtete Skylar, ein kurzes Lächeln legte sich auf seine Lippen, als er bemerkte, dass sie Komplimente anscheinend nicht gewohnt war, was er jedoch so gar nicht verstehen konnte. Denn hübsch war sie definitiv, sie wirkte zart, zerbrechlich und unschuldig, also genau das, was sich von ihm eigentlich fernhalten sollte. Aber in ihrer unschuldigen, naiven Art stellte sie die richtigen Fragen, geradeheraus und war sich bestimmt nicht einmal bewußt, dass sie damit mitten in sein Herz traf. "Ich sage nur, was ich meine. Ich schmiere Niemanden Honig ums Maul, wenn es nicht wahr ist." Er warf wieder einen vergewissernden Blick umher, dann sah er sie offen an: "Irgendwie schon, ...", er hatte keine Ahnung, wann er das letzte Mal so ehrlich gewesen war und warum er es ausgerechnet ihr gegenüber war, "... allerdings würde ich Dich nie auf den Strich schicken." Das tat er mit keinem der Krähennestbewohner, er zählte ihnen die diversen Möglichkeiten auf, die sie hatten, um die Provision für Savage zusammen zu bekommen, wie sie sich letztendlich entschieden, lag dann allein an ihnen. Da schritt er dann nicht ein, außer es handelte sich um einen extrem jungen Krähennestbewohner, meist nahm er diesen dann unter seine Fittiche und wenn er sich am Ende nicht als vollkommen untauglich für Taschendiebstähle, Ladendiebstähle oder Einbrüche herausstellte, blieb ihm der Strich am Ende auch erspart. Er zuckte kurz mit den Schultern: "Sicherlich nicht unbedingt die Antwort, die Du hören wolltest. Ich werde Dich nicht anlügen, es ist ein Scheißleben, aber immer noch besser, als auf sich allein gestellt in Downtown rumzuhängen, den Luden in die Hände zu laufen und sich von den Junkies in den South Park Blocks abziehen zu lassen."

Als sie kicherte, spannte sich kurz sein Unterkiefer an, er konnte es nicht leiden, wenn man über ihn lachte, eigenartiger Weise war es aber sogar ansteckend, so dass er sich entspannte und sogar kurz grinsen musste. "Ist klar, ich tu mal so, als würde ich Dir glauben." Natürlich wollte sie anschließend seinen Straßennamen wissen, was er gerne vermieden hätte, womit er sonst nie Schwierigkeiten hatte. Was hatte die Kleine nur an sich, dass er so paradox dachte, reagierte und handelte? Trotzdem nannte er ihr am Ende seinen Straßennamen: "Thug!", und nach der Aktion mit Roger konnte sie vielleicht schon zumindest erahnen, weshalb er so genannt wurde. "Savage hat es mir gesagt, der hat da so einen Faible für und er hört sich gerne selber reden.", erklärte er ihr schließlich, woher er die Bedeutung seins Namens kannte.

Er mochte ihr Lächeln, es war anders als das der anderen Straßenkids, anders als das der Krähennestbewohner in seiner Gegenwart und als sie ihre Hand kurz auf seine legte, kribbelte es und er warf ihr einen überraschten Blick zu, fing sich aber relativ schnell wieder. "Gut, ich nämlich auch, dann lass uns hier verschwinden, im Moment dürfte es ziemlich sicher sein, auch wenn wir vorsichtig sein sollten." Er rutschte aus der Nische und sah abwartend zu ihr, ob sie nun wirklich mit ihm kommen würde. Er hielt ihr eine Hand hin, ohne darüber nachzudenken und warf wieder einen Blick durch das Starbucks, die Blicke der Thekendame ignorierte er gekonnt. "Ich kenn da einen Laden, wo wir was zwischen die Zähne bekommen und dann zeig ich Dir das Krähennest. In Gefahr bist Du hier immer, wenn Du auf der Straße lebst, das darfst Du nie vergessen."




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#11

RE: Helping others is the way we help ourselves | Summer 2015 | Knox Lancaster & Skylar Paige Franklin

in Past Play Archive 14.07.2018 21:55
von Skylar Paige Franklin (gelöscht)
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Bismarck war ein anderer Ort als Portland. Die Leute dort verhielten sich auch anders und Teenager konnten genauso grausam wie Kinder sein. Wenn sie nur daran dachte, wie ihre Mutter reagiert hatte als sie von den Mobbingattacken in der Schule erzählt hatte und was der Auslöser dafür war, war ihr das vollkommen egal. Zumindest tat sie es als Nebensache ab, obwohl sie doch sicherlich hätte sehen müssen, dass sie darunter litt. Sie hatte einfach das Gefühl, dass ihre Eltern sich nicht wirklich um sie kümmerten, sie ihnen egal war. Sie hatte daher nie Komplimente bekommen, war sie damals an der Middle School aber auch nicht in dem Alter, wo man sich bereits für Jungs interessierte bzw. die Jungs sich für Mädchen zu interessieren begannen. Das sie durch den Beginn ihrer Periode im Grunde eine Frau wurde und somit sogar geschlechtsreif war, spielte dabei keine Rolle. Als er ihre ein Antwort auf ihre Frage gab, konnte sie sich ein Lächeln nicht verkneifen, obwohl man ganz deutlich sehen konnte, wie geschmeichelt sie sich fühlte, dass er seine Aussage von eben nochmals bestätigt hatte. Er fand sie hübsch und wie fand sie ihn? Nett, war wohl kaum das richtige Wort. Immerhin war er als einziger ihr zur Hilfe geeilt und wer wusste schon, was für Schwierigkeiten er sich deswegen an Land gezogen hatte. Irgendwie fand er auch bei der nächsten Frage, die sie ihm gestellt hatte, die richtige Antwort, denn auf den Strich wollte sie wirklich nicht gehen. Sie hatte nun nicht erwartet, dass er ihr ein Schloss besorgen würde und sie von nun an als Prinzessin ihr Leben leben würde, weswegen sie leicht den Kopf schüttelte. Sie hatte nichts anderes erwartet, aber sie hatte in Bismarck noch die Wahl. Würde ise weglaufen oder würde sie Zuhause gehen und sie hatte sich für das Weglaufen entschieden. Dass das Leben auf der Strasse nicht gerade einfach war, hatte sie die letzten Wochen am eigenen Leib erfahren.

Sie lachte definitiv nicht über ihn. Sie fand nur die Tatsache witzig, dass er ihr Tipps gab und sich dann selbst nicht daran hielt. Sie war aber froh, dass er ihr seinen richtigen Namen mitgeteilt hatte und obwohl sie durchaus kurz das Gefühl hatte, dass er ihr seinen Strassennamen nicht sagen wollte, rückte er doch damit heraus. Die Wahl seines Namens konnte sie nachvollziehen. Aber wer gab für gewöhnlich einem diese Namen? War es dieser ominöse Savage? "Verstehe. Ich kenne die Bedeutung meines Namens nicht.", gab sie dann offen zu. Sie wollte mehr erfahren. Mehr über ihn und auch über diesen Savage. "Wie bist du zu Savage gekommen?", stellte sie dann die Frage, die sie wirklich interessierte. Vielleicht würde er ihr ja sogar eine Antwort geben. Immerhin hatte er ihr bisher immer eine Antwort geschenkt.

Berührungsängste hatte sie definitiv nicht. Vermutlich lag es aber mehr daran, dass sie nicht nachdachte, was das in den Augen anderer bedeuten könnte. Für sie war es einfach eine Art, danke zu sagen. Seine Hand war rau, aber auch das störte sie nicht, hatten ihre Hände gewiss auch schon bessere Zeiten erlebt. Das Einzige, was sie wirklich vermisste, war eine regelmässige Dusche. Sie nickte als er meinte, dass er auch hungrig war und sie wohl verschwinden sollte, da die Luft rein zu sein schien. Ohne wirklich zu überlegen, legte sie ihre Hand in seine und ging bereitwillig mit ihm mit. Ob man das als Dummheit deklarieren konnte? In ihren Augen nicht. Wen hatte sie denn schon? Er hatte sich für sie eingesetzt und ihr bereits das ein oder andere über sich Preis gegeben. Hatte er ausserdem nicht auch gesagt, dass sie jederzeit wieder gehen konnte? Sie nickte daher und stand dann neben ihn. Die Thekendame ignorierte sie und sie verliessen gemeinsam den Starbucks, um dorthin zu gehen, wo sie etwas zwischen die Zähne bekommen konnten. Auch war sie doch neugierig auf das Krähennest, denn sie konnte sich darunter gar nichts vorstellen.


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#12

RE: Helping others is the way we help ourselves | Summer 2015 | Knox Lancaster & Skylar Paige Franklin

in Past Play Archive 10.08.2018 22:19
von Knox Lancaster


| 61 Beiträge

An der Tür angekommen, warf er einen vorsichtigen Blick hinaus, konnte aber keinen von Rogers' Wadenbeißern entdecken, so dass er die Tür der Starbucksfilliale öffnete und mit ihr hinaustrat. Natürlich blieb er aufmerksam, nur weil er Niemanden sah, hieß das nicht, dass sie nicht vielleicht doch beobachtet wurden. Seine Schritte waren zügig, doch rannten sie dieses Mal nicht, während er mit ihr den Weg zur Bushaltestelle einschlug. Sie waren schon auf halber Strecke dorthin, als ihm bewußt wurde, dass sie Händchen hielten, was sich eigenartiger Weise aber irgendwie so verdammt 'richtig'  anfühlte. Erst jetzt beantwortete er ihre letzte Frage. "Lektion Nummer Eins, stell niemals Fragen über Savage, Du könntest an den Falschen geraten. Und normaler Weise bin ich das!", er konnte nicht anders, als kurz schmunzeln. Er verhielt sich vollkommen irrational und das war ihm irgendwo auch bewußt und er konnte nicht einmal sagen, weshalb. "Ich war ... dumm!", er hätte auch naiv sagen können, allerdings hätte selbst er selbst dieses Wort niemals für sich verwandt. Im Grunde war er es vermutlich aber gewesen. "Savage ist ein Meister der Manipulation; erst hat er mir einen Gefallen getan, meine Schwächen herausgefunden und ab da stand ich in seiner Schuld. Und wer ihm einmal in die Falle getappt ist, kommt da nicht mehr raus, zumindest nicht lebend." Er blieb dabei, ihr ehrlich zu antworten, auch wenn diese Antworten sie er- und vielleicht sogar abschrecken würden.

Als die Bushaltestelle in Sicht kam, blickte er sich wieder aufmerksam um, noch konnte er Niemanden erblicken und der Bus würde hoffentlich nicht mehr lange auf sich warten lassen, doch direkt bis zur Bushaltestelle ging er mit ihr nicht, sondern zog sie in eine Nische in der Nähe, wo sie nicht direkt ins Auge fallen würden. "Es ist besser, wenn Du Savage selbst nie über den Weg läufst. Im Krähennest selbst habe ich das Sagen, also brauchst Du Dir keine großen Gedanken machen, aber trotzdem solltest Du immer wachsam sein. Manche bleiben nur kurz da, manche länger, vor Bullet solltest Du Dich in jedem Fall in Acht nehmen. Er ist ... speziell. Solange ich dabei bin, wird er Dich nicht anrühren, aber geh ihm aus dem Weg." Die Nische war nicht sehr groß, weshalb sie sich ziemlich nahe waren und er zu ihr hinab blickte, während sie immer noch Händchen hielten. Dann wechselte er das Thema: "Worauf hast Du Appetit? Asiatisch? Mexikanisch?", sogar im Westend gab es verschiedene kulinarische Geheimtipps.Er blickte über sie hinweg und sah erleichtert, dass der Bus bald da war. Bis jetzt hatten sie wirklich großes Glück gehabt. Er wollte so lange wie möglich warten und mit ihr dann lossprinten, um kurz vor dem Schließen der Türen mit ihr in den Bus zu schlüpfen, so dass etwaige Verfolger keine Chance mehr hatten. "Wenn der Bus gleich kommt, werden wir das Stück rennen, falls uns doch Jemand in letzter Sekunde entdeckt, will ich nicht, dass er uns folgen kann. Also bekomm keinen Schreck, wenn ich Dich gleich hinter mir herzottel.", er schenkte ihr ein kurzes Lächeln und blickte dann wieder konzentriert über sie hinweg in Richtung Bus, um den Moment nicht zu verpassen.




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#13

RE: Helping others is the way we help ourselves | Summer 2015 | Knox Lancaster & Skylar Paige Franklin

in Past Play Archive 19.08.2018 15:12
von Skylar Paige Franklin (gelöscht)
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Das er erst einen Blick aus der Türe warf, fand sie gut. Sie hatte auch keine Lust diesem brutalen Kerl erneut zu begegnen. Immerhin tat ihr ihr Handgelenk immer noch weh. Jedoch glaubte sie nicht, dass man ihretwegen noch viel Aufwind machen würde. Es war ja nur sie. Als sie dann wieder aus der Starbucksfiliale heraustrat, blickte auch sie sich um, konnte aber niemanden erkennen, der nun nach irgendwas suchte. Die umstehenden Leute, nahmen sie beide gar nicht wahr und wirkten eher gehetzt. Eine Person hätte sie fast schon weggeschubst, weil sie offenbar im Weg stand. Als sie sich dann in Bewegung setzten, hielt sie immer noch seine Hand. Es störte sie nicht und ihn offenbar auch nicht. Wenigstens würde sie ihn dadurch nicht verlieren. Seine offenen Worte überraschten sie und sie hatte die Regel verinnerlicht. Jedoch fiel es ihr schwer, keine Fragen zu stellen. Immerhin war sie gerade dabei, sich auf etwas einzulassen, was sie nicht kannte und sie würde schon gerne wissen, was sie für wen vielleicht tat. Aber er fing trotzdem an zu erzählen und sie hörte ihm einfach zu. Sie mochte seine heissere Stimme irgendwo. Allgemein fand sie Knox interessant. Als er zugab, dass er dumm war, nickte sie. War sie nun auch dumm, weil sie sich auf ihn verliess? Manipulierte er sie womöglich auch? Erst den netten Eindruck hinterlassen und dann, wenn sie nicht mehr weg konnte, das wahre Ich herauslassen? Vermutlich musste sie sich dem stellen, um es herauszufinden. Natürlich schreckten seine ehrlichen Antworten ab. Wie könnte es auch nicht? Immerhin wollte sie leben und nicht durch irgendeinen Kerl leben wie im Gefängnis. Sie wollte wahrgenommen werden. Vielleicht wollte sie zuviel? «Was sind deine Schwächen?» Trotz seiner Worte dachte sie aber nicht daran, sich von ihm abzuwenden und doch ihren eigenen Weg zu gehen.

Als sie an der Bushaltestelle ankamen, stellten sie sich aber etwas abseits hin. Warum? Vermutlich weil dieser Roger sich denken konnte, dass sie früher oder später hier auftauchen mussten, um dorthin zu gelangen, wo Knox lebte bzw. wo sich das Krähennest befand. Sie hinterfragte es daher nicht. Sie war ja kein Dummkopf, auch wenn sie viele als solche betiteln würden, da sie von Zuhause abhaute. Für die meisten war es wohl wesentlich wichtiger, ein Dach über den Kopf zu haben als als Mensch wahrgenommen zu werden. Seine Tipps nahm sie daher gerne auf und nickte. Bullet  wiederholte sie den Namen gedanklich. Vielleicht sollte er ihr auch zeigen, wer er war. Wenn sie ihm aus dem Weg gehen sollte, sollte sie zumindest wissen, wie die Leute dort aussahen, obwohl sie fast glaubte, dass er keinen Rundgang mit ihr machen würde, um ihr die Leute vorzustellen. Seine Nähe störte sie nicht und als er das Thema wechselte und sie fragte, worauf sie Appetit hatte, blickte sie ihm in die Augen. Er hatte schöne blaue Augen und sie lächelte kurz. «Asiatisch klingt gut.», gab sie zur Antwort und als er ihr erklärte, dass sie sich nicht erschrecken sollte, wenn er sie gleich hinter herzerrte, nickte sie. «Verstanden.», bestätigte sie ihm und sie konnte nicht anders als ihm immer wieder anzusehen. Seine Hand hielt sie nur zu bereitwillig und irgendwie war sie doch naiver als erwartet, denn er hatte nicht wirklich viel benötigt, um sie an sich zu leinen. Sie war nun gespannt, was sie im Krähennest erwarten würde und vor allem, wie dort alles gehandhabt wird. Würde sie bei ihm schlafen oder wurden da Mädchen und Jungs getrennt? Vermutlich würde sie sich wehren, würde sie woanders schlafen müssen. Sie kannte ihn zwar auch nicht wirklich, aber die anderen noch weniger als ihn.


Knox Lancaster findet es sooo süß!
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#14

RE: Helping others is the way we help ourselves | Summer 2015 | Knox Lancaster & Skylar Paige Franklin

in Past Play Archive 08.09.2018 21:13
von Knox Lancaster


| 61 Beiträge

Vermutlich hätte Roger es tatsächlich längst aufgegeben, das Bambi zu verfolgen, wäre Knox nicht handgreiflich geworden und hätten das nicht genügend Leute gesehen. So etwas konnte sich der Zuhälter nicht bieten lassen, von einem Fünfzehnjährigen eins auf die Schnauze zu bekommen und diesen dann ungestraft laufen zu lassen. Knox hielt ihn zwar nicht für eine große Leuchte, aber für so dumm hielt er ihn ebenso nicht. Der Ruf war hier auf der Straße sehr wichtig und Roger hatte einige Bordsteinschwalben unter seiner Fuchtel, männlich wie weiblich, die auf die Idee kommen könnten, sich ihm zu widersetzen, wenn er Knox ungeschoren davon kommen ließ. Dessen war sich der Junge bewußt, aber er würde es vorziehen, wenn das nicht direkt heute oder gerade JETZT  passieren würde, während das Bambi noch bei ihm war. In nächster Zeit würde Knox nicht nur ein Paar Augen im Hinterkopf haben müssen, sondern mindestens zwei und er wußte, dass er Roger wohl nicht ewig ausweichen konnte, dafür war er selbst zu oft in Downtown unterwegs, um seine 'eigenen Geschäfte'  zu erledigen. Er warf immer wieder ein Blick zu der blonden Unschuld, während er sie geschickt an der Hand durch die Menge zog und seine größte Aufmerksamkeit auf irgendwelche Spitzel von Roger legte, um sie rechtzeitig zu entdecken. Sie schien kurz, mit sich zu hadern, als er ihr die harte Wahrheit sagte, doch wirklich abschrecken tat es sie offensichtlich nicht. "Meine Schwächen?", schmunzelte er kurz, dass sie überhaupt auf die Idee kam, ihm diese Frage zu stellen. Was auch immer ihn ritt, aber er wies sie nicht scharf zurecht, was das für eine dumme Frage wäre, sondern gab ihr sogar eine Antwort. "Vermutlich naive, hübsche Blondinen!", grinste er kurz und zog sie schon in die Nische, nahe der Bushaltestelle. "Solche Fragen stellt man besser nicht, Bambi, das könnte nach hinten losgehen. Niemand verrät Dir einfach so seine Schwächen, aber Jeder will Deine erfahren, um Dich in der Hand zu haben. Das Leben auf der Straße ist hart, da geht es um fressen oder gefressen werden. Jeder ist sich selbst der Nächste."

Er behielt die Bushaltestelle im Auge, auch wenn er ihr immer wieder einen Blick zuwarf, und scannte immer wieder die unmittelbare Umgebung nach Leuten von Roger ab. Er würde sie in nächster Zeit wohl im Krähennest nicht aus den Augen lassen, denn dort würde sie als Lamm unter Wölfe geraten und sicherlich nicht nur auf Sympathien treffen. Für Bullet wäre sie sicherlich ein gefundenes Fressen und das wollte er nicht, vermutlich war er ehrlicher zu ihr, als er selbst ahnte, als er ihr seine Schwäche mitteilte. Nicht, dass es unbedingt Blondinen sein mussten, aber er versuchte oft, die Unschuld der Jüngeren zu bewahren, vermutlich weil er selbst sowas nie wirklich besessen hatte. Als sie sich für Asiatisch entschied, lächelte er kurz: "Mag ich auch am Liebsten!", was vor Allem daran lag, dass es am Günstigsten war, die größten Portionen hatte und auch kalt noch genießbar war. Natürlich aß er alles Andere auch kalt, Hauptsache er bekam was zwischen die Zähne, aber wenn es dann noch gut schmeckte, war es natürlich wirklich ein Plus, denn meist nahmen die Kids aus dem Krähennest ihre Mahlzeiten kalt ein, da bildete er keine Ausnahme. Schließlich sah er den Bus kommen, wartete den richtigen Augenblick ab: "Jetzt musst Du die Beine in die Hand nehmen!", warnte er sie zumindest noch vor, bevor er auch schon mit ihr an der Hand lossprintete. Aus den Augenwinkeln sah er, dass tatsächlich sogar zwei von Rogers' Jungs in der Nähe der Bushaltestelle versteckt gewartet hatten, doch es gelang ihm, das Bambi in den Bus zu schieben und selbst noch hinterherzuschlüpfen, bevor sich die Türen schlossen. Mit einem Grinsen drehte er sich herum, zeigte den Typen, die auf den Bus zurannten, aber nun vor der geschlossenen Tür standen, während der Bus schon anfuhr, seinen Mittelfinger, bevor er die Kleine dann sanft voranschob und mit ihr nach hinten durchging.



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#15

RE: Helping others is the way we help ourselves | Summer 2015 | Knox Lancaster & Skylar Paige Franklin

in Past Play Archive 15.09.2018 21:56
von Skylar Paige Franklin (gelöscht)
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Sie wusste ehrlich gesagt nicht wirklich, wie ihr geschah. Es ging alles viel zu schnell und sie hatte ehrlich gesagt keine Zeit, um wirklich ängstlich zu sein oder grossartig über diese Situation nachzudenken. Das der Schlag, den Knox dem Zuhälter verpasst hatte, nicht ungestraft bleiben konnte, verstand sie auch nicht ganz, aber dafür war sie wohl noch zu neu hier in der Gegend und vor allem auf der Strasse. Der Aufwand, den er hier betrieb, schien ihr viel zu gross. Vielleicht dachte sie aber auch immer noch, dass es hier um sie ging und nicht um seine Rache für den Schlag, den Knox ihm mitgegeben hatte. Vielleicht würde Knox ihr später alles viel besser zu erklären, damit auch sie die Zusammenhänge verstehen konnte. Es schien hier eine komplett neue Welt zu sein, welcher sie wohl erlernen musste, um nicht unter zu gehen oder gar denselben Fehler - nämlich einem Zuhälter zu nah zu kommen - nochmals machte. Auch, wenn ihr ihr Zuhause nicht mehr genügte, da man sie kaum beachtete, wollte sie den Männern auch nicht zum Fressen vor die Füsse geworden werden. Sie hatte durchaus so etwas wie Stolz, welcher ja vielleicht bald nicht mehr vorhanden sein würde, aber bis dahin würde sie diesen versuchen zu schützen. Das ihr die Nähe zu Knox gefiel, zeigte sich zwar nicht offensichtlich, aber in ihrem Körper machte sich einiges an komischen Gefühlen breit. Er hatte ihr geholfen und vielleicht war es nicht gerade die Aufmerksamkeit, welche sie vermisst hatte, aber es hatte ihn auch niemanden dazu gezwungen, ihr beizustehen, wo sie sich nicht kannten. Das sie die Frage eigentlich nicht ernst gemeint hatte, aber sich dennoch eine Antwort erhoffte, lag wohl in ihrem Naturell. Noch dazu hätte sie ihm wohl durchaus Kontra gegeben, denn es gab keine dummen Fragen, nur dumme Antworten und noch dazu zwang ihn ja niemand, diese zu beantworten oder? Dennoch lauschte sie seinen Worten. Vielleicht lag es an der krächzenden Stimme, vielleicht aber auch nur der Blick, den er ihr zukommen liess und sie hatte sogar das komische Gefühl, dass er ihr mit seiner Aussage helfen wollte, sie gar soweit zu schützen versuchte. Sie nickte dann einfach, denn sie hatte durchaus verstehen.

Sie versuchte gedanklich nicht abzuschweifen, suchte immer wieder seinen Blick, um auf das Zeichen zu warten. Immerhin hatte er sie vorgewarnt und sie wollte es nicht verkacken. Sie wollte nicht Schuld daran sein, wenn ihm irgendwas passierte, nur weil er sich für sie eingesetzt hatte. Das würde sie ihm wohl definitiv niemals vergessen. Was sie im Krähennest tatsächlich erwarten würde, würde sie dann sehen. Er hatte ihr zwar einen kleinen Einblick gegeben, aber ihre Vorstellungskraft reichte wohl nicht soweit aus, um ein klares Bild vor Augen zu haben. Auch hatte sie keine Ahnung, was für Personen sich dort aufhielten und das sie ausgerechnet ihm in die Arme gelaufen war, der grob gesagt, das Sagen im Nest hatte, war natürlich eine glückliche Fügung gewesen. Als er ihr mitteilte, dass er asiatisch auch am Liebsten hatte, erwiderte sie sein Lächeln und kräuselte dabei vermutlich etwas ihre Nase. Warum er es gerne hatte, erfragte sie nun nicht. Sie warf ebenso wie er auch einmal einen Blick in die Runde. Es hielten sich durchaus einige Personen vor der Haltestelle, weswegen sie davon ausging, dass es nicht mehr allzu lange dauern konnte bis der Bus endlich diese Haltestelle anfuhr. Als sie dann doch einen vorbeifahrenden Skater anvisierte, riss seine krächzenden Stimme sie wieder in die Gegenwart. Sie dachte nicht gross nach, sondern liess sich an der Hand hinterherziehen, versuchte es ihm aber trotzdem nicht ganz so schwer zu machen, auch wenn Sport bisher nicht so ihre Stärke war, so konnte sie durchaus laufen, wenn es erforderlich war. Sie hatte nur kein Durchhaltevermögen, weswegen sie echt dankbar war, dass die Nische und der Bus nun keine enorme Entfernung zueinander hatten. Als sie im Bus war und die Türe zuging, versuche sie wieder eine normale Atmung zu erhalten, registrierte daher auch gar nicht, was Knox gerade getan hatte. Sie hätte es wohl für den Moment amüsant gefunden. Als er sie dann nach hinten schob, entdeckte sie einen Sitzplatz, welchen sie anstreben wollte, blickte aber dann Knox an. "Ist es weit?" Sie kannte sich hier noch nicht so gut aus, weswegen sie dann auf den freien Zweierplatz zeigte und auf eine Reaktion seinerseits wartete.


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