◇ DAS WETTER IN PORTLAND ◇

◇ DER SPIELZEITRAUM ◇ ◇ WICHTIGE INFOS ◇

Der Februar verspricht uns einen verfrühten Frühlingsanfang, die Sonne lässt sich öfter blicken, auch wenn der Regen immer noch dominiert. Die Durchschnittstemparaturen liegen bis etwa zur Hälfte des Monats tagsüber bei 10° bis 15°C, während sich die Werte in der Nacht bei etwa 1°C einpendeln. Danach fallen die Temperaturen plötzlich tagsüber auf 4° bis 9°C. Die Nächte rutschen in den Minusgradbereich um die -1° bis -6°Cund bescheren uns immerhin morgens hin und wieder Schneeschauer. Jedoch bleibt der Schnee nicht liegen. Ihr merkt schon, das geeignete Wetter, um seine Migräne und Wetterfühligkeit zu pflegen.

Anfang März ist es noch kühler, die Durchschnittstemperaturen liegen tagsüber bei 8° bis 14°C, danach steigen die Temperaturen stetig und pendeln sich durchschnittlich bei 14° bis 17°C ein. Die Nächte liegen durchschnittlich bei 1° bis 4°C. Natürlich regnet es auch in diesem Monat noch häufig, doch explosionsartig beginnt das Grün zu sprießen und die Blüte bei verschiedenen Büschen, Sträuchern und Blumen setzt ein. Die geeignete Zeit, um dem Botanischen Garten oder anderen Parks einen Besuch abzustatten.

Und ach ja, richtig Mr. President, es gibt natürlich keinen Klimawandel!

Februar/März 2018

Highlight dieser Monate:

14.02.18 - Valentinstag

01.3.18 - Frühlingsanfang

02.3.18 - 11.03.18 traditioneller Jahrmarkt

17.3.18 - St.Patricks Day



Die nächste Zeitumstellung findet voraussichtlich Anfang September statt.

Herzlich Willkommen in Portland!♡

Wir sind ein FSK18 Forum mit Szenentrennung. Bitte gebt Euren Szenen Titel mit folgendem Aufbau:

Titel | Datum | Uhrzeit | Mitspieler | Offene Szene bzw. geschlossene Szene

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Status des Forums: Geöffnet seit dem 27.02.2018 / 16:50 Uhr

#1

Those conversations you skip sleep for | 19. Februar 2018 | Abends | Ilja & Jelena

in Ilja & Jelena Petrov/a 07.03.2018 23:37
von Ilja Petrov


| 30 Beiträge

19. Feburar gegen 19.00 Uhr




Endlich war es wieder soweit. Nicht nur er hatte sich heute Abend Zeit freigeschaufelt, sondern auch Lena würde zum Abendessen anwesend sein. Das war für den jungen Russen gleich ein Grund, sich einmal wieder selbst in der Küche auszutoben. In den letzten Monaten war er eher zum Besteller mutiert und so hatte seine Küche bisher immer noch den Glanz von etwas Neuem behalten, was er heute definitiv ändern würde. Nicht nur, gab es im Raum Portland kaum ein Restaurant, welches russische Küche anbot, auch der Lieferservice für die Lokale, welche Köstlichkeiten aus seinem Heimatland hatten, liess zu wünschen übrig und so war es, dass Ilja sich einfach selbst hinter den Herd stellte und ein klassisches, leckeres Essen kochte. Seiner Mutter sowie auch Grossmutter, war es wichtig gewesen, dass sie vor Abreise nach Amerika, zumindest zwei Gerichte aus Russland kochen konnte und während seine Grossmutter es ihm beigebracht hatte, hatte er bemerkt, wie sehr ihn das beruhigte.
Da er heute Früh bereits das Haus verlassen hatte, bevor Lena überhaupt aus dem Bett stieg, hatte er ihr einen Zettel hinterlassen (er mochte das, auch wenn WhatsApp auch eine Art der Kommunikation war) worauf sie ihm dann natürlich geantwortet hatte. Da er nun wusste, dass sie gegen 18.30 Uhr Zuhause sein würde - immerhin hatte sie Training bis 17.30 Uhr - würde er das Essen auf 19.00 Uhr ansetzen. Er freute sich ehrlich gesagt schon, denn obwohl sie sich ein Dach über den Kopf teilten, sahen sie sich wirklich wenig und konnten daher gar nicht miteinander reden, was sich im Leben des anderen auftat. Etwas, was er unbedingt ändern wollte. Auch wollte er mal wieder etwas mit ihr unternehmen, hatten sie damals - vor etlichen Jahren - oft etwas zusammen in St. Petersburg unternommen. Sei es ein Kinobesuch, ein Musical (worauf er weniger Lust hatte) oder eine Oper gewesen, obwohl sie nicht nur kulturell wertvolle Plätze besucht hatten, sondern auch mal etwas Typisches für die Jungs der Familie machten. Go-Kart fahren oder Lasertag spielen. Was waren das noch für Zeiten? Seinen Gedanken nachhängend, bereitete er schon einmal alles vor. Dazu gehörte seiner Meinung nach ein leckerer Salat oder eine Suppe. Da er persönlich jedoch kein solch grosser Suppenfan war, abgesehen, wenn Pelmenis eine Rolle spielen, entschied er sich hier für einen Salat, der viele leckere Zutaten aufwies. Danach machte er sich daran, die Pelmenis zu machen, was natürlich etwas Zeit in Anspruch nahm, aber er würde mit Sicherheit rechtzeitig fertig sein. Er hoffte, dass Lena sich freuen würde und natürlich machte er das nicht ganz ohne Hintergedanken. Ihm war klar, dass Lena ein Leben führte, von dem er absolut keine Ahnung hatte und mit gutem russischen Essen und einem tollen Wein oder vielleicht auch etwas Wodka, würden die beiden mit Sicherheit ein interessantes Gespräch führen.
Es war bereits 18.50 Uhr und von Lena fehlte immer noch jegliche Spur, aber er wusste, dass auf sie Verlass war und wenn sie sagte, sie würde kommen, dann war dem auch so, weswegen er schon einmal den Tisch zu decken begann. Als er gerade dabei war den Tisch zu decken und dann dem Essen den letzten Feinschliff verpasste, hörte er auch schon die Haustüre aufschliessen und anschliessend wieder ins Schloss fallen.

@Jelena Petrova
Ich hoffe, Du kannst damit etwas anfangen?


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#2

RE: Those conversations you skip sleep for | 19. Februar 2018 | Abends | Ilja & Jelena

in Ilja & Jelena Petrov/a 08.03.2018 17:29
von Jelena Petrova | 16 Beiträge

Mit einem Lächeln hatte sie heute Morgen die Nachricht ihres Bruders gelesen und dieses Lächeln war auch den ganzen Tag über nicht aus ihrem Gesicht verschwunden. Und so hatte sie, während sie ihren Kaffee trank, ihrem Bruder ebenfalls eine handschriftliche Notiz hinterlassen und angekündigt, dass sie bis 17:30 Uhr Probe hatte und spätestens 18:30 zu Hause sein würde. Es war immer wieder erstaunlich, wie einen die kleinen Dinge des Lebens glücklich machen konnten. In dem Fall der zierlichen Blondine war es ein gemeinsames Abendessen mit ihrem Bruder Ilja. Auch wenn sie seit fast einem Jahr zusammen in Portland lebten, so hatte jeder von ihnen sein eigenes Leben und während er sich um sein Unternehmen und ein paar andere Geschäfte kümmerte, spielte sich ihr Leben größtenteils im Theater in Portland ab. Obwohl sie unter einem Dach lebten, sahen sich die Geschwister nicht so oft, wie man es vielleicht vermuten würde. Umso mehr freute sie sich über die gemeinsame Zeit mit ihrem Bruder und wenn es so etwas banales wie gemeinsam essen war. Auch wenn sie gerne kochte und gutes Essen zu schätzen wusste, ging sie doch meistens in der Kantine essen, holte sich unterwegs etwas oder bestellte einfach bei ihrem Bruder etwas mit. Denn entgegen der landläufigen Meinung, dass sich Tänzer lediglich von Salatblättern und Luft ernährten, aß sie wie jeder andere Mensch auch und am liebsten die Gerichte aus ihrer Heimat. Dass es damit in dem Land ihres Vaters eher mau aussah, hatte sie relativ schnell festgestellt und war dazu übergegangen, selber zu kochen – wenn es die Zeit her gab. Und die Zeit war dabei wirklich das größte Problem. Während sie meistens erst am frühen Vormittag aus dem Bett stieg, aß sie oft nur Joghurt, Müsli und Obst und wenn sie dann spät abends nach einer Vorstellung oder Probe nachhause kam, hatte sie auch wenig Lust sich noch in die Küche zu stellen. Dass ihr Bruder aber heute Abend sogar kochen wollte, ahnte sie nicht. Im Gegenteil. Sie hatte schon den ganzen Tag überlegt, ob sie lieber chinesisch oder italienisch bestellen sollten und ging in Gedanken schon die mögliche Auswahl an Gerichten durch, als ihr der Duft von Pelmeni in die Nase stieg, als sie die Haustür aufschloss. „Ilja?“, rief sie, während sie ihre Schuhe auszog, die Tasche mitten im Flur abstellte und auf dem Weg Richtung Küche ihre Jacke einfach irgendwo ablegte und dem leckeren Duft der Pelmeni folgte. Lächelnd trat sie zu ihrem Bruder, um ihn mit einem Kuss auf die Wange zu begrüßen. „Es riecht einfach himmlisch“, stellte sie zufrieden fest, ehe sie sich auf die bereits wieder leere und saubere Arbeitsplatte zog und somit auf Augenhöhe mit ihrem Bruder war, während sie ihm bei den letzten Vorbereitungen zusah. „Tut mir leid, dass ich mich so verspätet habe. Der Choreograph hat die Probe etwas überzogen und dann wurde ich auch noch so aufgehalten“, entschuldigte sie ihr zu spätes Erscheinen, wobei sie bei den letzten Worten Mühe hatte, ein verräterisches Grinsen zu verbergen und stattdessen die Lippen zusammen kniff, bei den Gedanken daran, warum sie aufgehalten wurde. Sie war gerade auf dem Weg zur Umkleide gewesen, als ihr wieder einmal, unverhofft, ein gewisser junger Staatsanwalt in den Katakomben des Theaters über den Weg gelaufen ist, der auf dem Weg zu seinem Freund war und nach einem mehr oder weniger kurzen Gespräch hatten sie sich zu einem Abendessen verabredet. Auch wenn das Wort Date nicht gefallen war, dass es im Grunde darauf hinaus lief, war der Russin bewusst und es war unschwer erkennbar, dass sie in diesem Moment auf Wolke sieben schwebte. @Valentine Hopkins hatte sie sogar so sehr aus dem Konzept gebracht, dass sie einfach an den Umkleiden vorbei gelaufen war, sich ihre Winterjacke übergezogen und erst auf dem Weg zum Auto festgestellt hatte, dass sie noch immer ihre Sportsachen trug. Da sie ja aber nur nachhause wollte und eh schon spät dran war, war sie nicht noch einmal umgekehrt, sondern hatte sich einfach ins Auto gesetzt und sich auf den Weg in den Osten der Stadt gemacht. Bei dem Versuch ihre Gedanken an Valentine für diesen Moment zu verdrängen, klaute sie sich aus der Salatschüssel ein paar kleine Cocktailtomaten und schaukelte etwas mit den Beinen, während sie ihren Bruder beobachtete. „Die Idee mit den Pelmeni ist klasse Ilja. Vielen lieben Dank, dass du dich extra in die Küche gestellt hast“, plapperte sie munter drauf los, „Ich hatte schon den ganzen Tag überlegt, ob wir chinesisch oder lieber italienisch bestellen sollten, aber das du uns so die Entscheidung abnimmst… das ist wirklich eine tolle Überraschung“, gab sie lachend zu und schob sich die letzte Tomate in den Mund. „Ich finde, dass könnten wir ruhig öfter mal machen und versprochen, dann bin ich auch pünktlich.“

@Ilja Petrov
Kann ich Alles gut


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#3

RE: Those conversations you skip sleep for | 19. Februar 2018 | Abends | Ilja & Jelena

in Ilja & Jelena Petrov/a 11.03.2018 19:21
von Ilja Petrov


| 30 Beiträge

Es war leider nicht häufig der Fall, dass er und Jelena zur selben Zeit Zeit hatten. Jetzt lebten sie schon gemeinsam unter einem Dach und sahen sich trotzdem so gut wie nie, weswegen er einfach die Idee hatte, dass etwas passieren musste. Es war ihm klar, dass sie beide ein eigenständiges Leben führten, aber er wollte durchaus Teil ihres Lebens sein, auch wenn ihm klar ist, dass er nicht mehr die Nummer Eins in ihrem Leben war. Jeder machte eine Art Entwicklung durch, wodurch sich auch die Prioritäten verschieben konnten. seine Priorität war momentan wohl seine Arbeit, aber auch daran wollte er etwas ändern, denn Familie ging nun einmal über alles. Aus einem spontanen Impuls heraus, hatte er heute morgen Jelena eben diese Nachricht zukommen lassen.Ob es klappte, konnte man ohnehin niemals wissen, denn an Arbeit mangelte es beiden nicht. Dennoch hatte er heute pünktlich Feierabend gemacht und alles, was noch erledigt werden musste, vertrauensvoll an einen Mitarbeiter übergeben. Sollte es dennoch irgendwo Schwierigkeiten geben, könnte man ihn ohnehin immer erreichen. Vermutlich waren seine Mitarbeiter auch einfach mal froh, ihn nicht zu sehen. Es herrschte zwar intern ein gutes Klima und im Grunde kam jeder mit jedem aus, aber Ilja hatte durchaus seine kleinen Macken und kontrollierte oftmals alles doppelt und dreifach. Er war in der Hinsicht wohl einfach perfektionistisch veranlagt. Immerhin ging es hier auch um seine Existenz. Nichts desto trotz, liess er die Arbeit nun einfach mal Arbeit sein und konzentrierte sich auf das Essen. Immerhin machten sich die Pelmeni nicht von alleine. Der Salat wollte auch gemacht werden und dafür musste er Karotten, Gurken, Tomaten und alles in Mundgrosse Stücke schneiden. Da er am Ball blieb und sich nicht ablenken liess - er liess nebenbei den Radio laufen - war dies auch schnell erledigt. Es dauerte auch nicht mehr lange und das Essen konnte serviert werden. Jetzt fehlte nur noch seine kleine Schwester, war sein erster Gedanke, als er auch schon das altbekannte Geräusch des Türschlosses hörte und somit davon ausgehen konnte, dass Lena doch noch nach Hause gefunden hatte. "Ich bin hier.", schrie er durch das halbe Haus. Irgendwie hatte er es doch geschafft trotz der Musik, die jedoch vergleichsweise leise lief, da er doch bewusst wahrnehmen wollte, wenn seine Schwester nach Hause kam.
Als Lena dann bei ihm in der Küche ankam, bekam er auch direkt einen Wangenkuss, den er lächelnd annahm. "Mach dir keinen Kopf. Du bist gerade rechtzeitig nach Hause gekommen. Ich hoffe, Du freust dich über die Pelmeni?", fragte er in seinem starken russischen Akzent nach. "Von wem wurdest du denn aufgehalten?", fragte er dann neugierig nach. Es gab viele Möglichkeiten, warum sie aufgehalten wurde, genauso wie es bei ihm der Fall sein konnte. Das Lächeln sah er im Übrigen nicht. Er kannte seine Schwester sehr wohl und wusste daher, dass sie so ein Lächeln nur zutage führte, wenn ihr etwas wichtig war oder wenn die Aussicht bestand, dass es wichtig werden könnte. "Läufst du immer mit Trainingskleidung herum? Willst du erst noch duschen?" Konnte ja sein, dass sie immer in Trainingskleidung nach Hause kam. Oftmals war er gar nicht Zuhause, wenn sie nach Hause kam, da er doch viel zu viel arbeitete, aber wenn man sein eigener Herr war, musste man eben mit gutem Beispiel vorangehen. Ihre Worte schmeichelten ihm und erneut trat ein Lächeln auf seine Lippen. "Das habe ich gerne gemacht und es ist doch kein Wunder. Portland ist wirklich schön. Nicht so schön wie St. Petersburg, aber erträglich. Das sie hier kein anständiges Restaurant mit russischer Küche haben, sehe ich als Beleidigung an." Darüber könnte er sich immer noch aufregen, denn von allem gab es alles doppelt und dreifach, nur von der russischen Küche sah man weit und breit nichts. Ob dies politische Hintergründe hatte? Manchmal - und das gab er sogar offen zu - vermisste er St. Petersburg wirklich sehr und auch, wenn er sich mit Portland angefreundet hatte, würde das niemals seine Heimat sein. "Natürlich können können wir das öfter machen. Ich würde es schön finden. Wir sehen uns kaum und dadurch geht viel verloren. Ich weiss gar nicht, was in deinem Leben vor sich geht." Dies klang fast schon wie ein Vorwurf, obwohl er ja genauso wenig zu der Beziehung momentan beitrug. Jedoch wollte er dies definitiv ändern, denn ihm lag sehr viel an seiner Schwester. "Wie war das Training eigentlich?" Die Kommunikation der beiden, fand ausschliesslich auf russisch statt. Wenigstens das war ihm geblieben.

@Jelena Petrova


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#4

RE: Those conversations you skip sleep for | 19. Februar 2018 | Abends | Ilja & Jelena

in Ilja & Jelena Petrov/a 19.03.2018 15:38
von Jelena Petrova | 16 Beiträge

Als ihre Eltern und ihre Brüder St. Petersburg verlassen hatten und sie dort geblieben war, konnte sie mit absoluter Bestimmtheit sagen, dass ihr die Zeit mir ihren Brüdern am meisten gefehlt hatte. Als einziges Mädchen in der Familie und dann mit zwei älteren Brüdern blieb es auch nicht aus, dass man automatisch ein wenig wie eine kleine Prinzessin behandelt wurde. Auch wenn ihre Eltern alle drei Kindern gleich viel Liebe und Aufmerksamkeit gegeben hatten, als Nesthäkchen wurde auf sie dann doch ein wenig mehr geachtet. In der Schule hatte sie nichts zu befürchten, da ihre Brüder immer in ihrer Nähe waren und in der Freizeit setzte sich das ebenfalls fort. Sie hatte die Zeit mit ihrer Familie immer sehr genossen und es stand außer Frage, dass sie ein absoluter Familienmensch war – sonst wäre sie wahrscheinlich auch nicht zu ihrem älteren Bruder Ilja gezogen. Als die Familie sich dann aber trennen musste und sie in Russland zurückblieb, war sie gezwungen gewesen relativ schnell auf eigenen Beinen zu stehen und vor allem sich ohne ihre Brüder im Rücken, zu behaupten. Soviel anders war es dann gewesen, wenn sie sich in den Ferien besucht und sie wieder Zeit zusammen verbringen konnten. Seit sie vor einem Jahr aus Russland hergekommen war, ist ihr erst wirklich bewusst geworden, wie sehr sie das Familienleben vermisst hatte und wie sehr sie an ihren Brüdern hing. Lange überlegen musste sie da nicht, als Ilja ihr angeboten hatte, bei ihm mit einzuziehen und da sein Haus groß genug war… Dass sich das richtige Familienleben dann trotzdem eher zögerlich einstellen wollte, hatte sie schlussendlich dann doch überrascht. Aber beide liebten ihre Arbeit und machten das, was sie machten gerne und so kam es eben selten vor, dass sie wirklich Zeit miteinander verbringen konnten. Umso mehr hatte sie sich auf das gemeinsame Abendessen mit ihrem Bruder gefreut und vielleicht würden sie im Anschluss noch einen Film schauen. Dank Internet war es ja auch möglich in ihrer Muttersprache Filme zu schauen und zumindest sie sah selten englischsprachige Serien und Filme und da auch die Gespräche mit ihrem Bruder auf Russisch stattfanden, gab ihr das auch noch einmal ein Gefühl von zuhause. Ein Lächeln legte sich auf ihre Lippen, als sie Ilja rufen hörte und auch ohne seine akustische Mitteilung, dass er in der Küche war, hätte sie ihn so gefunden, da es so genüsslich roch. Sie begrüßte ihren wesentlich größeren Bruder und sah lachend zu ihm auf. „Also perfektes Timing?“, grinste sie ihm entgegen und nickte, „Da fragst du noch? Ich liebe Pelmeni. Soll ich den Tisch schon decken? Ich hab nämlich wirklich Hunger“, plapperte sie munter drauf los. Als er dann doch direkt nachfragte, von wem sie aufgehalten wurde, sah sie ihn einige Sekunden sprachlos an, während es in ihrem Kopf ratterte, wie sie das am besten ausdrücken sollte. „Hmm… ein Bekannter. Er ist Mitglied im Förderkreis und unterstützt unser Ensemble finanziell“, rückte sie vorsichtig mit der Sprache heraus und wieder schlich sich das verräterische Lächeln in ihr Gesicht. Lachend sah sie an sich herunter, als Ilja sie fragte, ob sie nicht noch duschen und sich umziehen wollte und sie winkte ab. „Ich war so abgelenkt, dass ich total vergessen habe mich umzuziehen“, gestand sie lachend und sah schmunzelnd zu ihrem Bruder, „wenn es dich nicht stört, bleibe ich in Trainingssachen. Ich bin nämlich wirklich am Verhungern.“ Frieren konnte sie zumindest auch nicht, trug sie über ihren Body und der dünnen Leggings noch eine weite Sporthose und einen kurzen Pulli, welcher, hätte sie keinen Body an, bauchfrei wäre. Aber so war sie vor der Kälte gut geschützt und brauchte sie keine Sorgen machen, dass sie sich eine Erkältung holen könnte. „Und ich seh das absolut wie du. Es ist geradezu eine Beleidung, dass es keine Russische Küche in dieser Stadt gibt. Dafür aber 10 Italiener, 4 Mexikaner, 13 Chinesen und ich war neulich mal bei einem Spanier was essen. Das war zwar auch lecker, aber… es ist nicht das gleiche“, pflichtete sie ihm bei. Dass sie sich so gut mit den verschiedenen Küchen in dieser Stadt auskannte, lag größtenteils daran, dass sie oft mit ihren Freunden und Kollegen zusammen nach dem Training Essen ging. Schließlich wäre sie abends oft noch alleine zuhause, ehe ihr Bruder kam und so war es eine schöne Gelegenheit, noch etwas mit Freunden zu unternehmen und zu Abend zu essen. - perfekt also. „Ich würde mich auch freuen, wenn wir das öfter machen könnten und wenn du magst, koche ich uns das nächste Mal etwas“, schlug sie ihm vor, ehe sie weiterredete, „Oh, wir werden Giselle ins Programm aufnehmen und jetzt rate mal, wer die Hauptrolle tanzt“, ihre Augen leuchteten, strahlten regelrecht und die Freude darüber konnte sie kaum noch verbergen, als sie mit dieser großartigen Neuigkeit herausplatzte. Eigentlich wollte sie damit warten, bis sie es schriftlich hatte, aber der Probenleiter hatte heute schon die Rollen bekannt gegeben und wenn Ilja sich schon nach ihrem Training erkundigte, dann konnte sie ihm die tolle Nachricht auch gleich mitteilen. Immerhin war es ihre erste große Solistenrolle in Portland. Die anderen Stücke liefen alle schon eine Weile, so dass sie nur als Zweitbesetzung agierte, aber mit dem neuen Stück würde sie als 1. Solistin vorgestellt werden und wenn das kein Grund zum Feiern war.

@Ilja Petrov


zuletzt bearbeitet 19.03.2018 15:38 | nach oben

#5

RE: Those conversations you skip sleep for | 19. Februar 2018 | Abends | Ilja & Jelena

in Ilja & Jelena Petrov/a 22.03.2018 21:21
von Ilja Petrov


| 30 Beiträge

Auch, wenn der Russe im Grunde nicht gerade zu den redseligen Personen gehörte oder zu der Sorte Mensch gehörte, welcher sehr häufig lächelte oder grinste, so konnte er gar nicht anders, als diese Seite zumindest bei seiner Familie herauszulassen. Wenn er also ein Lächeln am Tag zu verschenken hatte, war es meistens Lena, welche es erhielt. Sie musste dafür nicht einmal etwas tun. Da seine Liebe seiner kompletten Familie galt, hatte es ihn auch niemals gestört, dass seine Schwester mehr Aufmerksamkeit erhielt und damit spielte er nicht einmal darauf an, dass seine Eltern ihr diese lieber oder mehr schenkten als ihm und seinen Bruder. Es war einfach so, dass auch er oder Alexej alles für Jelena getan hatten und auch immer ein wachsames Auge auf sie geworfen hatte. Das dies dazu beitrug, dass es für sie nicht ganz so einfach war, einen Freund zu ergattern, war jedoch nichts, was sie ihnen heute vorwarf. Wer wusste schon wofür es gut war? Immerhin hatte sie sich somit auf ihre Tanzkarriere konzentrieren können, was ja mit Freund vielleicht nicht so geglückt wäre. Er war auch froh, dass Lena niemals zu den Mädchen zählte, die sich billig hergab oder ihm gar böse war, wenn er doch mal wieder etwas grober mit den Jungs umgegangen war, die sich doch mal vorgewagt hatten, um sie nach einem Date zu fragen. Das gehörte einfach zum Bruder sein dazu. Er hatte einfach immer das Bedürfnis, sie vor Vollidioten beschützen zu müssen und vermutlich würde das auch in 20 Jahren noch so sein. Das war keine Bevormundung, welche er betrieb, denn das würde Jelena auch gar nicht mit sich machen lassen. Auch, wenn sie absolut unschuldig wirkte - zumindest in seinen Augen und so würde er sie gerne ewig sehen - konnte sie auch ganz schön austeilen und wenn er es mit der Fürsorge mal wieder übertrieb, sagte sie ihm dies auch. Da ihm die Jahre, wo sie nicht immer am Familiengeschehen teilnehmen konnte, ewig vorgekommen waren, war es für ihn selbstverständlich, sobald klar war, dass sie auch in die Staaten kommen würde, ihr einen Platz in seinem kleinen bescheidenen Häuschen anzubieten. Natürlich hätte sie auch jederzeit zu Alexej oder auch zu den Eltern ziehen können, aber dass sie sich für ihn ausgesprochen hatte, ehrte ihn selbst heute immer noch. Da bereits ein Jahr vergangen war als sie bei ihm eingezogen war und sie damals nicht einmal eine Einweihungsparty gegeben hatten, mussten sie wenigstens das Einjährige irgendwie feiern und wie ginge das besser als mit russischen Essen und einen Abend zu zweit? Er hatte sich auch vorgenommen zukünftig mehr Zeit mit seiner Schwester zu verbringen oder es wenigstens zu wollen, weswegen er heute Früh auch den ersten Schritt gemacht hatte. Das sie sich dezent verspätet hatte, war nicht weiter schlimm. "Ja, perfektes Timing.", bestätigte er ihr als er auch schon weiterredete. "Weisst du denn, was heute überhaupt ist?", fragte er dann auf russisch an. Natürlich könnten sie hier auch genauso Englisch sprechen. Seinem Vater war es wichtig, dass sie beide Sprachen gut beherrschten, weswegen es häufig vorkam, dass sein Vater Englisch mit ihnen redete. Er konnte sagen, dass das Verständnis für die Sprache definitiv besser war als das reden, was ihm vermutlich nur wegen seines Akzents so vorkam, denn bisher hatte sich noch niemand beschwert, dass er falsches Englisch gesprochen hätte. "Wenn du willst, kannst du das gerne übernehmen. Willst du denn einen Wein dazu trinken oder Wodka?" Bier war nicht so sein Getränk, auch wenn er dieses Getränk auch hier hatte, aber er war ein richtiger Sammler, was Wodka anging und da war ihm auch keine Flasche zu teuer. Lange würde es nicht mehr dauern und dann könnten sie auch schon loslegen und sehen, ob er es immer noch drauf hatte. Früher hatte er dieses Gericht definitiv öfter gekocht, aber wie jedem Erwachsenen, fehlte einem irgendwann die Zeit dafür, denn als er seine eigene Sicherheitsfirma - welche mittlerweile wirklich gut lief - gegründet hatte, war er nun einmal einige Verpflichtungen eingegangen, welche sich nicht einfach so auf die Seite schieben liessen. Auch liebte er seinen Beruf und alles was damit zu tun hatte, heiss und innig. Würde das fehlen, wäre dieses Projekt - so hatte er es anfänglich genannt - wohl schon längst gescheitert. Auch wusste er, wie hart seine kleine Schwester trainierte, um irgendwann die Nummer 1 zu sein und sie wurden beide nicht jünger, weswegen sie sich jetzt und hier ins Zeug legen mussten, um zu überzeugen.
Ilja wäre nicht Ilja, wenn ihm nicht das Lächeln seiner Schwester aufgefallen wäre, weswegen er natürlich nachbohrte. Warum sie so zögerlich antwortete, wusste er nicht, aber er konnte sich denken, dass dieser Bekannte wohl liebend gerne mehr als nur ein Bekannter sein durfte, weswegen er eine Augenbraue hochzog. "Wenn er nur ein Bekannter und Sponsor ist, warum lächelst du dann so?", fragte er direkt an und grinste sie an. Ihre nächste Aussage brachte ihn erneut dazu, nachzufragen. "Wer oder was hat dich abgelenkt? Dein Bekannter?" Während er diese Frage stellte, probierte er eine Pelmeni, ob diese schon fertig waren, blickte sie dann aber erwartungsvoll mit vollen Mund an. Ihr Outfit war es definitiv nicht, was ihn störte, eher der Bekannte, von dem er heute das erste Mal hörte. Musste er seiner Schwester nun wirklich alles aus der Nase ziehen? Das sie dann auch schon auf das andere Thema ausweichen wollte, um ihn auf andere Gedanken zu bringen, haute nicht wirklich hin, weswegen nur ein stummes Nicken kam, der Blick aber weiterhin erwartungsvoll und neugierig blieb. "Vielleicht kannst du deinen Bekannten ja mal zum Essen einladen? Wenn er schon das Ensemble sponsert oder einen Finanzzuschuss gibt, könntest du dich ja mal revanchieren, oder?" Ja, er spielte nun eine ganz andere Karte aus und schob ihren Job vor, obwohl es eher seine Neugierde war, die ihn dazu bewegte, den Vorschlag anzubringen. Da er nach dem Probieren des Pelmeni, diese für gut befunden hatte, gab er alles in die Servierschale und während er dies tat, deckte Lena den Tisch als sie auch schon mit der Neuigkeit herausrückte. Sie würden Giselle ins Programm nehmen und sie würde den Hauptakt besetzen? "Dann haben wir ja einen weiteren Grund zum Feiern. Heute ist wohl ein ziemlich erfolgreicher Tag.", kam es über seine Lippen und er stellte die Servierschale sowie den Salat auf den Tisch und zog dann seine Schwester in die Arme, um ihr einen Kuss auf die Wange zu hauchen. "Ich bin stolz auf dich, aber ich wusste schon immer, dass du nicht nur Mittelmass bist und zu etwas ganz grossem bestimmt bist. Du wirst sie sicherlich umhauen." Davon war er überzeugt. "Du solltest mir auf jeden Fall Karten hinterlegen. Ich werde mir den Premiere-Abend auf jeden Fall freinehmen." Das war schon immer so. Auch damals als er mit der Idee kam, eine eigene Firma zu gründen, waren alle da, um ihm Unterstützung zu geben. Sie hielten eben doch wie Pech und Schwefel zusammen und unterstützten einander, so gut es irgendwie geht. Er liess sie dann doch wieder los als er erneut auf den Bekannten zu sprechen kommen wollte, aber er unterliess es nun einfach. Sie hatten ja heute den ganzen Abend Zeit und er war sich sicher, dass dieses verräterische Lächeln noch weitere Male auf ihren Lippen am heutigen Abend zu sehen sein wird.

@Jelena Petrova


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#6

RE: Those conversations you skip sleep for | 19. Februar 2018 | Abends | Ilja & Jelena

in Ilja & Jelena Petrov/a 06.05.2018 20:46
von Jelena Petrova | 16 Beiträge

So unterschiedlich ihre beiden Brüder vom Charakter auch waren, eines hatten sie gemeinsam, die unausgesprochene Loyalität zur Familie und einen gewissen Beschützerinstinkt ihr gegenüber. Aber welche großen Brüder achteten nicht auf ihre kleinen Schwestern? Daher hatte sie es ihnen auch nie vorgeworfen, wenn sie ihr mögliche Vollidioten vom Hals gehalten hatten, sondern war ihnen meistens überaus dankbar gewesen. Von klein auf hatten sich die Geschwister gegenseitig unterstützt und da zählte eben auch diese Art der ‚Einmischung‘ mit dazu. Und wenn Alexej oder Ilja es vielleicht doch einmal etwas zu gut gemeint hatten, hatte sie auch kein Problem damit gehabt, ihnen das mehr als deutlich kund zu tun. Denn wenn sie etwas gelernt hatte, dann, wie man sich gegen zwei ältere und wesentlich größere Brüder durchzusetzen hatte und auch wenn sie unschuldig aussah, den Fehler, sie zu unterschätzen, machte niemand ein zweites Mal. Und dies hatte sie ebenfalls ihren Brüdern zu verdanken. Das der Zusammenhalt unter den Geschwistern so groß war, war es auch für sie selbstverständlich gewesen, dass sie bei der Familie unterkommen konnte. Natürlich hätte sie auch problemlos zu ihren Eltern ziehen können, aber welche erwachsene Frau, die seit ihrer Jugend mehr oder weniger auf eigenen Beinen stehen musste, zog schon gerne wieder bei ihren Eltern ein? Die blonde Russin zumindest nicht und mit Ilja hatte sie schon immer etwas Besonderes verbunden, so dass der Schritt, zu ihm zu ziehen nur logisch war. Dass sie beide sich dennoch nicht ständig sahen, war wohl auch dem Umstand geschuldet, dass sie das, was sie machten, mit Leidenschaft machten und über alles liebten. Daher hatte sie selten ein schlechtes Gewissen, wenn sie ihren Bruder nicht so oft sah, da sie wusste, ihm ging es in dieser Hinsicht genauso. Dennoch hatte sie sich sehr über die Botschaft von Ilja heute Morgen gefreut und nur zu gerne zugestimmt. Was sie jedoch nicht gewusst hatte war, dass sie seit genau einem Jahr jetzt in Portland war und hier wohnte. Daher schüttelte sie nur den Kopf auf seine Frage hin und sah ahnungslos zu ihm auf. „Nein, was ist heute?“, fragte sie lachend auf Russisch, während sie begann aus dem Schrank Teller, Besteck und Gläser zu nehmen und diese auf dem Tisch verteilte. Da sie doch um einiges länger in Russland gelebt hatte, als ihr Bruder, fiel ihr die englische Sprache doch um einiges schwerer und sie war froh, wenigstens zu Hause in ihrer Muttersprache reden zu können. Während sie den Tisch deckte, überlegte sie, sah für einen kurzen Moment zu ihrem Bruder und grinste. „Wenn es etwas zu feiern gibt, dann Wodka“, erklärte sie ihm auf seine Frage hin und holte noch zwei kleinere Gläser für das Getränk ihrer Heimat. Bei seiner Nachfrage, was das für ein Bekannter war, konnte die Blondine nicht verhindern, dass sich ihre Wangen verräterisch rot färbten und sie sah etwas verlegen zu Boden, während sie weiterhin grinsen musste. „Er ist sehr nett und freundlich und sehr zuvorkommend. Ein wahrer Gentleman. Soweit ich das bisher beurteilen kann“, erklärte sie leise und hob wieder ihren Blick. Bei seinem Vorschlag, diesen ‚Bekannten’ doch einmal zum Essen einladen zu können, sah sie ihren Bruder jedoch erschrocken an und schüttelte vehement den Kopf. „Ich weiß nicht... ich... er... Das wäre doch sehr privat, denke ich“, versuchte sie den Vorschlag abzuwiegeln und von dem für sie heiklen Gesprächsthema abzulenken. Im Grunde hatte sie keine Geheimnisse vor ihrem Bruder, aber einfach so mit ihm über Männer reden... zumindest wenn dieser begann ihr etwas zu bedeuten. Mehr als das eigentlich, denn die Russin war dabei sich zu verlieben und das gemeinsame Essen für das sie sich jetzt verabredet hatten... Wenn sie nur daran dachte, schlug ihr Herz ihr bis zum Hals und und sie konnte keinen wirklich klaren Gedanken fassen. Immer wieder kehrte der blonde Staatsanwalt in ihren Kopf zurück und jedesmal musste sie wie eine verliebte Sechsklässlerin grinsen. War es daher so abwegig, dass ihr Bruder ahnte was Sache war? Nein, im Grunde nicht. Jedoch hatte sie ein wenig Angst davor wie ihr Bruder reagieren würde, wenn er erfährt, dass sich seine kleine Schwester mit einem Staatsanwalt treffen würde. Immerhin stand Valentine auf der anderen Seite des Gesetzes und auch wenn sie selbst nicht wirklich in dem Familiengeschäft involviert war, wusste sie Bescheid und früher oder später würde sie wahrscheinlich auch einsteigen, wenn sie nicht mehr als Tänzerin arbeiten konnte. Mit Kunst und dergleichen kannte sie sich genauso gut aus, wie ihre beiden Brüder und ihr Vater hatte immer darauf geachtet, dass seine Kinder in dieser Richtung ein ausgezeichnetes Wissen erlangten. Aber zumindest im Moment hatte sie nichts mit den illegalen Geschäften ihrer Familie zu tun und ihre Loyalität galt zweifelsohne ihrer Familie und Ilja wusste das auch. Ob jedoch Alexej das ebenso locker sah, stand auf einem anderen Blatt Papier. Jedoch konnte sie sich auch nicht vorstellen, dass Valentine irgendwelche Nachforschungen zu ihrer Familie anstellen würde und wenn, würde er zuerst eh auf die legale Kunstgallerie stoßen, welche ihre Familie nebenbei noch betrieb und in der mittlerweile ihre Mutter die Gemälde und andere Antiquitäten verkaufte. Also hatte sie von dieser Seite aus, eigentlich nichts zu befürchten, dennoch war sie vorsichtig, kannte sie es von kleinauf ja nicht anders. Eh ihr Bruder sie jedoch weiter löchern konnte, ließ sie die Katze aus dem Sack. „Wir haben uns für den Freitag verabredet. Darum bin ich auch etwas zu spät gekommen“, klärte sie ihren Bruder jedoch noch knapp auf und später, konnte sie immer noch einmal etwas mehr erzählen, wenn ihr Bruder etwas wissen wollte. Im Augenblick jedoch, wollte sie aber die andere tolle Neuigkeit loswerden und so platzte sie auch gleich damit heraus, dass sie die nächste Hauptrolle tanzen würde. Zwar würde das auch mehr Training bedeuten, aber dafür war sie nach Portland gekommen. Erste Solistin des Ensembles. Ihre Eltern würden so stolz auf sie sein und auf jeden Fall würde sie für ihre ganze Familie Premierenkarten besorgen. Leider konnten sie sie bisher selten in einer Hauptrolle bei einer Premiere erleben, aber vor einem Jahr hatte sie den Grundstein dafür gelegt, dass sie wieder als Familie zusammenleben und sie wieder ein wirklicher Bestandteil der Familie sein konnte. Etwas, das ihr sehr viel bedeutete und so nickte sie nur lachend, als Ilja sie einfach umarmte und ihr einen Kuss auf die Wange hauchte. „Ja, da haben wir wirklich etwas zu feiern und ich werde für euch alle Premierenkarten besorgen. Mama wird so stolz sein, wenn ich es ihr morgen erzähle. Aber jetzt... Können wir essen?“, fragte sie aufgeregt, während ihr Magen schon lautstark protestierte.

@Ilja Petrov


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#7

RE: Those conversations you skip sleep for | 19. Februar 2018 | Abends | Ilja & Jelena

in Ilja & Jelena Petrov/a 10.05.2018 13:40
von Ilja Petrov


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Familie war nun einmal alles für ihn. Dieses Denken wurde ihm schon von Kindesbeinen an, beigebracht und daran hielt er auch fest. In seinen Ohren klang das auch richtig, denn wen hatte man denn, wenn nicht die Familie? Das er nicht gerade der Stärkste darin war, Freundschaften zu schliessen, war wohl kein Geheimnis für seine Familie und auch nicht für seine Schwester. Er hatte eben nicht dieses Charmante an sich, welche Alexej so auszeichnete. Die einzige Gemeinsamkeit der Brüder war tatsächlich die Loyalität sowie der Beschützerinstinkt, den er jedoch wesentlich geringer ausübte als sein älterer Bruder. Auch, was die Männerwahl seiner Schwester anging, hielt er sich bedeckt und nur selten konnte man ihm ansehen, wie er wirklich darüber dachte oder sich gar dabei fühlte. Auch, wenn sie drei wohl alle vollkommen gegensätzlich waren, so waren sie genau deswegen auch das perfekte Team. Sie ergänzten sich wunderbar und er liebte seine Schwester, genauso wie seinen Bruder, auch wenn ihm das - zumindest öffentlich - schwer fiel, zu zeigen.
Seit der Trennung von seiner Ex-Freundin, lebte er nur noch so vor sich hin. Wichtigster Bestandteil seines Lebens, war tatsächlich seine Sicherheitsfirma. Zumindest war es das bis zu dem Zeitpunkt als Lena zurück kam. Für ihn war es selbstverständlich gewesen, sie aufzunehmen und auch, wenn dies enorm traurig klang, so hauchte sie ihm doch etwas mehr Leben in sein Leben ein. Sie sahen sich zwar nicht ständig, aber wenn sie sich sahen und gemeinsam Zeit verbrachten, dann sah man ihn doch hin und wieder lachen. Es war also ein echter Gewinn, dass sie zu ihm zog und sich nicht dazu entschloss, bei den Eltern einzuziehen. Sein Haus war immerhin gross genug und hätte wohl auch noch ihren Ehemann und ein Kind untergebracht, aber Gott sei Dank, war sie weder verheiratet, noch schwanger oder mit Anhang nach Amerika gekommen. Er war zwar ein Familienmensch, aber es wären in seinen Augen, doch fremde Menschen gewesen und mit fremden Menschen, kam er nicht ganz so gut klar. Er probierte sich zwar aus und versuchte sich auch zu öffnen, aber irgendwie fühlte er sich dann immer so deplatziert. Es hätte ausserdem auch gar nicht zu Jelena gepasst, war sie in etwa genauso ehrgeizig wie Alexej und er und ein Kind hätte wohl nicht nur ihrer Figur Schaden zugefügt, sondern ebenso auch ihre Karriere ruiniert und das hatte nichts mit ihrem Können zu tun, sondern einfach der Tatsache geschuldet, dass man für sein eigenes Fleisch und Blut, so einiges aufgeben würde.
Das sie ausgerechnet ihr Einjähriges vergass, brachte ihn dazu, sie fassungslos anzusehen. "Wirklich Lena? Du wohnst nun seit einem Jahr hier bei mir. Wir haben damals nicht einmal eine Einweihungsparty gegeben, weswegen ich zumindest das hier dezent mit dir feiern möchte.", erklärte er. Das es keine Einweihungsparty gab, lag wohl zum Einen daran, dass sie kaum jemanden kannte und er ebenso nicht der offenste Mensch war, der unzählig viele Leute, seine Freunde schimpfen konnte und das sie einfach alle ziemlich beschäftigt gewesen sind. Ihr Zeitmanagement war vor einem Jahr noch genauso mies, wie es wohl derzeit war, aber er würde definitiv versuchen, das besser in den Griff zu bekommen. Als sie ihm daraufhin eine Antwort gab, fing er an zu grinsen. "Dann Wodka. Für mich ist es etwas zum Feiern." Ganz davon abgesehen, war er nun auch nicht wirklich der Partykönig. Seinen Geburtstag, welcher stets im Sommer stattfand, feierte er auch lieber mit einem guten Essen und lud dabei nur die Familie ein. Allgemein, war er nicht häufig an der Uni auf sogenannte Mottoparties gewesen. Er fand das irgendwie doof und tanzen konnte er ja auch nicht wirklich. Wenn er tanzte, dann eher auf die klassische Art und Weise.
Ihn freute es ja durchaus, dass sie ihm nichts verheimlichte und auch gleich den Grund für ihre Verspätung preis gab, aber dieses verräterische Rot um ihre Nasenflügel herum, gefiel ihm gar nicht. Was das bedeuten konnte, musste er wohl nicht ausführen. Wann hatte er Lena das letzte Mal so erlebt? Vermutlich als sie ihren ersten Freund mit nach Hause brachte und über beide Ohren verknallt gewesen ist. Natürlich lag es nun an ihm, richtig zu reagieren, weswegen er den Vorschlag, den werten Herren doch einfach mal mit zum Essen zu bringen, ganz gut. So würde er den ersten Eindruck erhalten und konnte Nachforschungen anstellen, welche er selbstverständlich seiner Schwester nicht mitteilen würde. Vielleicht machte er sich aber auch zuviele Gedanken und sein Beschützerinstinkt, welcher manchmal wie eine Zeitbombe, ziemlich heftig tickte, ging einmal wieder mit ihm durch. Er war auch aus der Übung, denn in St. Petersburg war er die letzten Jahre nur ein paar Wochen im Jahr gewesen und in dieser Phase, war Lena immer Single und sehr fokussiert auf ihre Karriere, was ihm definitiv besser gefiel als ihre Worte zu diesem Kerl. "Wie lange kennst du den wahren Gentlemen denn bereits?" Das sie seinen Vorschlag sofort ausschlug und es damit abtat, dass es zu privat wäre, brachte ihn dazu, eine Augenbraue nach oben zu ziehen. "Wenn meine Schwester bereits bei der Erwähnung des Bekannten errötet, muss ich davon ausgehen, dass es sich zu etwas Ernsten entwickeln kann. Ich würde ihn daher gerne kennenlernen. Ich habe ja nicht gesagt, dass es gleich morgen sein muss.", erklärte er in ruhiger Stimmlage seiner Schwester auf Russisch. Natürlich würde Ilja sie niemals dazu nötigen, diesen Schritt zu gehen, hat es auch einige Zeit gedauert bis er seiner Schwester von seiner damaligen Freundin erzählt hatte. Weder sein Bruder, noch sein Vater waren wirklich begeistert von der Verbindung, auch wenn sie ihn in dieser Zeit mehr als nur etwas glücklich gemacht hatte, so war es ihnen doch stets ein Dorn im Auge, dass sie später mal für Recht und Ordnung einstehen wollte. Das vielleicht dies auch das Problem seiner Schwester sein könnte, daran dachte er nicht, denn für ihn war es - besonders nach der Trennung - wichtig, dass seine Schwester glücklich war, obwohl er auch seinen Vater verstehen konnte, hatte er sich doch die Mühe gemacht und sich ein florierendes Geschäft aufgebaut, welches bei einer falschen Aussage, wohl durchaus ins Wanken geraten könnte. Ganz davon abgesehen, könnte sein Vater, sein Bruder und er dadurch im Gefängnis landen, denn ihr Vermögen hatten sich die Petrov(a)'s nicht nur mit ehrlicher Arbeit erwirtschaftet. Das sie beide gerade in Gedanken driftete, welche nicht wirklich hierher gehörten, war es doch ein Tag zum Feiern, bemerkte er erst, als er durch ihre Worte aus diesen gerissen wurde. "Verstehe." Das tat er tatsächlich, auch wenn er trotzdem diese gewisse Neugier aufkommen spürte, welche sich zwar nicht verzog als sie die tolle Neuigkeit von sich gab, aber etwas mehr in den Hintergrund rückte. Das er Stolz auf seine kleine Schwester war, konnte man an seinem sonst so eisigen Gesicht ablesen, da sich auf seinen Lippen zumindest ein Schmunzeln blicken liess. "Das sind echt wahnsinnig tolle Neuigkeiten. Dein Training und Fleiss hat sich endlich ausgezahlt." Er nickte daher nochmals aufgrund ihre Aussage, denn auch Dimitri wird stolz auf die Leistung seiner einzigen Tochter sein, ganz zu schweigen von ihm und Alexej. "Ich werde mir die Zeit nehmen und dich auf jeden Fall unterstützen so gut ich eben kann." Dies war auch eine Eigenschaft, welche sie alle drei gemeinsam hatten. Sie würden sich wohl in sämtlichen Lebenslagen unterstützen, weswegen es wohl auch nicht wirklich verwunderlich war, dass er genau diese Worte zu ihr sagte. "Klar. Bevor es kalt wird. Greif zu.", meinte er daraufhin, holte den guten Wodka und schenkte ihr und ihm ein bisschen davon ein. Sie wollten ja beide gewiss nicht den Kopf verlieren und setzte sich anschliessend an den Tisch.

@Jelena Petrova


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